Was spricht für einen offenen Grundriss?

Ein offener Grundriss wirkt auf viele Bauherren oder Immobilienkäufer äußerst attraktiv. Doch was sind die Vor- und Nachteile dieser Raumaufteilung?

Ein offener Grundriss ist nicht nur ein ästhetisches Highlight, sondern bringt auch andere Vorteile mit sich 

Der Begriff "offener Grundriss" bezieht sich in der Wohnarchitektur auf eine Immobilie in der zwei oder mehr traditionell genutzte Räume zu einem viel größeren Raum verbunden werden. Dafür werden einige der Wände, die normalerweise die entsprechenden Räume trennen, nicht gezogen. Dies ist seit etwa 1990 der vorherrschende architektonische Trend im Wohnungsneubau und ist auch gleichzeitig das Ziel vieler großer Umbauprojekte älterer Häuser, die gern Küche und Esszimmer oder Esszimmer und Wohnzimmer verbinden wollen. Bei einer offenen Bauweise tragen - statt der Innenwände - Schwerlastbalken das Gewicht der darüber liegenden Etage. 

Was genau ist eine offene Raumaufteilung?

Ein offener Grundriss bedeutet weder, dass alle Räume miteinander verbunden sind, noch dass es keine Barrieren zwischen den Räumen gibt. Offene Grundrisse gelten zudem nur für Gemeinschaftsräume. Meistens handelt es sich dabei um eine Kombination aus Küche, Esszimmer und Wohnzimmer.

  • Küche und Esszimmer: Oftmals teilen sich Küche und Essbereich einen gemeinsamen Raum. Manchmal fungiert eine Kücheninsel oder Halbinsel als visuelle Trennlinie zwischen den beiden Bereichen.
  • Esszimmer und Wohnzimmer: Essbereich und Wohnzimmer verschmelzen zu einem Gemeinschaftsbereich. Eine visuelle Trennlinie kann in Form einer kurzen Treppe, zweier verschiedener Farben oder auch eines Handlaufs geschaffen werden.
  • Küche/Esszimmer/Wohnzimmer: Häufig werden auch alle drei Bereiche zu einem sehr großen Raum verbunden.

Vorteile von offenen Grundrissen

  • Ohne Wände ist es möglich, über Räume hinweg miteinander zu sprechen, was die Kommunikation verbessert.
  • Innenräume, die früher ohne Fenster waren, erhalten nun natürliches Licht von den Fenstern der Außenwände.
  • In fast allen Fällen erhöht ein offener Grundriss den Wert Ihres Hauses für potenzielle Käufer.
  • Ohne Trennwände ist es einfacher, Möbel und Accessoires an verschiedene Raumaufteilungen anzupassen.

Nachteile von offenen Grundrissen

  • Große Räume mit hohen Decken sind oft Energieabflüsse, besonders wenn die Außenwände mit großen Fenstern ausgestattet sind. Während herkömmliche Grundrisse nur bestimmte Räume heizen oder kühlen können, muss bei einem offenen Grundriss der gesamte Raum geheizt oder gekühlt werden.
  • Ohne Trennwände sind offene Konzepte auf Stahl- oder Brettschichtholzträger zur Unterstützung angewiesen. Diese sind kostspielig zu installieren.
  • Ohne Trennwände zur Lärmblockierung können offene Konzepte sehr laut sein.
  • Offene Grundrisse sind ideal für soziale Aktivitäten, eigenen sich aber weniger als Ruheraum.
24.02.2019 Artikel-ID: 86390