Rasenpflege: So wächst der perfekte Rasen

Saftig grün soll er aussehen, dicht wie ein Teppich sein und frei von Löwenzahn, Giersch oder Moos. Tipps für den perfekten Rasen

Ein perfekter Rasen ist eine Freude für jeden Gartenbesitzer und seine Besucher. Von alleine wächst das sauber gestutzte Grün zwar nicht. Allzu viel Aufwand müssen heimische Gärtner aber auch nicht betreiben, wenn sie sich an ein paar Regeln halten.

Mähen und Gießen

Rasen
So einen schön grünen Rasen hätten Sie auch gern?

In der Saison sollte der Rasen möglichst alle sieben bis zehn Tage gemäht werden. Bei den meisten Gebrauchsrasen beträgt die Mindesthöhe etwa 3,5 Zentimeter. Kürzer sollte der Cut nicht sein, da sich dann weniger neue Triebe und Blätter bilden. Tipp: Grasreste nach dem Mähen immer abtransportieren, damit sich keine verfilzte Schicht aus abgestorbenen Halmen bildet. Oder so regelmäßig mähen – etwa mit einem Mähroboter – dass kein Gras mehr abtransportiert werden muss. Das kurze Gras kann dann einfach liegenbleiben und als Dünger fungieren. 

Eine ausreichende Bewässerung ist die zweite Grundregel auf dem Weg zum schönen Rasen. Dabei reicht es auch in trockenen Phasen, das Grün einmal pro Woche gründlich zu wässern. Die Graswurzeln müssen dabei richtig feucht werden. Das bekommt dem Rasen besser als mehrfach nur wenig zu sprengen. Die beste Tageszeit dafür ist abends, da das Wasser im Sommer nicht sofort wieder verdunstet. Wer in der Mittagshitze wässert, riskiert, dass der Rasen verbrennt.

Was gegen Rasenfilz und Moos hilft

Zur Pflege eines gesunden Rasens gehört eine Art Frühjahrskur, das sogenannte Vertikutieren. Dabei wird der Rasen "ausgekämmt", Moos oder Filzschichten aus Mährückständen und abgestorbenen Pflanzenteilen entfernt. Das Grün bekommt danach wieder Luft. Wasser und Nährstoffe können bis zu den Graswurzeln vordringen. Dies regt das Wachstum an, der Rasen wird dichter und kahle Stellen oder bräunliche Verfärbungen verschwinden.

Der beste Zeitpunkt für das Vertikutieren ist im Frühjahr (April), bei Bedarf empfiehlt sich eine zweite Runde ab September. Tipp: Den Rasen zwei Wochen vorher düngen und vor dem eigentlichen Vertikutieren auf zwei bis drei Zentimeter heruntermähen. Der Boden sollte erdfeucht sein.

Gegen Wurzelunkraut wie Löwenzahn hilft Vertikutieren leider nicht. Einzige Abhilfe ist hier das (mühsame) frühzeitige Ausstechen, um eine explosionsartige Ausbreitung zu verhindern.

Nährstoffe für sattes Grün

Je nach Standort können saurer Boden und fehlende Nährstoffe dem Grün zu schaffen machen. Der Rasen wächst dann nur noch spärlich, vertrocknet schneller und wird anfällig für Krankheiten. Mit einer regelmäßigen Düngung können Gartenbesitzer ihm wieder wichtige Nährstoffe zuführen. Stickstoff und Magnesium, Phosphor oder Kalium und Spurenelemente wie Eisen festigen dann das Pflanzengewebe und schützen vor Krankheiten.

Die Düngermischung sollte gleichmäßig auf dem trockenen Rasen verteilt und dieser anschließend bewässert werden, damit sich die Nährstoffe besser lösen. Tipp: Es reicht, den Rasen dreimal pro Jahr zu düngen. Am Anfang der Gartensaison im März oder April, im Mai und noch einmal im August.

Bei saurem Boden mit einem niedrigen pH-Wert – optimal ist zwischen 5,5 und 6,5 – sollten Sie den Boden zusätzlich kalken. Meist reichen etwa 50 Milligramm Algenkalk pro Quadratmeter.

12.05.2017