Blühende Landschaften: Darauf müssen Sie beim Blumengießen im Sommer achten

36 Grad und es wird noch heißer... Dieser Spruch steht nicht nur für Ohrwurmgarantie, sondern derzeit für die absolute Realität in allen deutschen Städten. Doch was bedeutet das für unseren Garten?

Die Mittagshitze hält kaum jemand aus, daher suchen die meisten Zuflucht im Kühlen. Doch wie können wir unsere Pflanzen vor der prallen Sonne schützen? Normalerweise können gut verwurzelte Gartenpflanzen einige heiße Tage ohne eine zusätzliche Bewässerung gut überstehen. Wenn es jedoch dauerhaft heiß ist und die ersten Blumen die Köpfe hängen lassen, sollte schleunigst gehandelt werden.

Wie sollte ein Garten bei Hitze bewässert werden?

Zu empfehlen sind ausgiebige Bewässerungen, die jeweils ein paar Tage Abstand voneinander haben. Dadurch bilden die Pflanzen tief reichende Wurzeln und überstehen die anstehenden Trockenzeiten besser. Des Weiteren ist zu empfehlen, die Pflanzen entweder am frühen Morgen oder später am Abend zu gießen, und zwar in der Nähe der Wurzelballen, um den Verlust durch Verdunstung so gering wie möglich zu halten. Wenn es die

Garten bewässern
Auch bei der Gartenbewässerung sollten einige Faktoren beachtet werden.

Nachbarn nicht stört, den Rasensprenger am besten nachts laufen lassen. Ein weiterer Vorteil der Gießintervalle ist die Zeit, die man durch die nicht alltäglichen Aufwendungen sparen kann. 

Besondere Vorsicht gilt bei Kübel- und Balkonpflanzen, denn diese trocknen besonders schnell aus. Daher sollten sie besonders langsam gegossen werden, bis das überschüssige Wasser unten herausläuft. An besonders heißen Tagen sollten die Balkonpflanzen zusätzlich beschattet werden.

Wo bei Balkonen meist eine einfache Gießkanne reicht, sind in einem Garten mit Beet- und Rasenflächen Gartenschlauch, Rasensprenger und Gießgerät essenziel. Für einzelne Pflanzen und kleine Flächen reicht ein Gartenschlauch mit Sprühaufsatz. Das Wasser gelangt dadurch direkt zu den Wurzeln, und es geht weniger durch Verdunstung und Abfluss verloren. Im Gegensatz zum Überbrausen der ganzen Pflanze wird so zudem das Infektionsrisiko durch Pilzkrankheiten verringert. Ein professioneller Bewässerungsschlauch führt durch feine Poren den Pflanzen an ihrer Basis kontinuierlich tröpfchenweise Wasser zu. Eine Schicht Mulch erhält und erhöht außerdem die Bodenfeuchtigkeit.

Welches Wasser eignet sich am besten zum Gießen?

Regenwasser ist ideal zum Wässern des Gartens. Es ist nicht zu kalt, enthält keinerlei Mineralien und beeinflusst daher den pH-Wert und Nährstoffgehalt des Bodens kaum. Regenwasser wird am besten in einer Regentonne oder einer großen unterirdischen Zisterne gesammelt und anschließend mit einer Gartenpumpe und einem Gartenschlauch verteilt. 

Weil die oberen Bodenschichten rascher austrocknen, müssen Flachwurzler häufiger gegossen werden. Mitteltief- und Tiefwurzler kommen mit weniger Wassergaben aus. Es sollte allerdings ein besonderes Augenmerk daraufgelegt werden, dass so reichlich gegossen wird, dass der Boden bis in die Hauptwurzelzone durchfeuchtet wird. 

Vergessen Sie auch vorhandene Zimmerpflanzen nicht. Bei gleichbleibend hohen Zimmertemperaturen und starker Sonneneinstrahlung durch die Fenster brauchen auch diese mehr Wasser als gewohnt.

25.07.2018