Immobilienkauf auf Leibrente – ja oder nein?

Die eigene Immobilie gegen eine Leibrente zu verkaufen, kann ein Weg sein, um sich im Alter finanziell abzusichern. Für den Käufer kann sich das auch lohnen

Immobilienkauf auf Leibrente
Lohnt sich ein Immobilienkauf auf Leibrente?

Normalerweise zahlt der Käufer den Kaufpreis auf einmal. Beim Kauf auf Leibrente leistet der Käufer dagegen regelmäßige Zahlungen an den Verkäufer, bis dieser stirbt.  Das ist gut und schlecht zugleich, da man nicht weiß, wie lange die Rentenzahlung andauern wird. Mit „Glück“ verstirbt der Eigentümer rasch und man hat nur wenige Raten bezahlen müssen, mit „Pech“ zahlt man noch jahrelang für eine Immobilie, die einem nicht gehört und erreicht im Endeffekt vielleicht eine Summe, die eine sofortige Zahlung (auch mit Zinsen und Baufinanzierung) sogar übersteigt. Im ungünstigsten Fall übersteigt die Summe der getätigten Zahlungen am Ende sogar den Wert des Hauses oder der Wohnung.

Beim Kauf auf Leibrente sollten Sie also ein gesichertes Einkommen und eine größere Geldsumme auf der Seite haben, um die Rentenzahlungen einhalten zu können – egal, wie lange sie dauern. Außerdem sollten Sie bedenken, dass Sie als Käufer den gleichen Betrag für Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) als Eigengeld aufbringen müssen wie bei jedem anderen Immobilienkauf auch. Oft verlangen Verkäufer auch vorab schon eine Sofortzahlung.

Es gilt: Nur wenn die Höhe der Leibrente für beide Seiten interessant ist, ist der Kauf auf Leibrente eine echte Alternative zum normalen Kauf.

 
01.12.2016