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Das sollten Sie beim Grundstückskauf beachten

Das richtige Grundstück für einen Hausbau zu finden, gestaltet sich häufig schwieriger als gedacht. Wir zeigen Ihnen auf welche Dinge Sie dabei unbedingt achten müssen.

Ein freies Grundstück mitten im Stadtkern zu finden, ist meist rar und zugleich sehr teuer. Daher gilt es als ratsam auch in der angrenzenden Umgebung zu schauen und seine Grundstückssuche auf kleinere Städte und Gemeinden zu erweitern. Bei der Suche unterstützen diverse Immobilienportale, regionale Banken als auch Immobilienmakler. Auch Grundstücke mit baufälligen Häusern sollten in die Suche mit einbezogen werden - auch wenn dies als etwas aufwändiger zu verzeichnen ist, ist es nicht unbedingt auch teurer. 

Wer ein Grundstück gefunden hat, sollte dies jedoch vor Kauf genau überprüfen.

Überprüfen und bewerten

Auch wenn das Grundstück mit dem man liebäugelt vielleicht verlockend klingen mag, sollte man sich nicht blindlings ins Geschäft stürzen. Als Käufer sollten Sie Ihre anstehende Investition vorab gut überprüfen und auf Nummer sichergehen: Ist der Grundstückspreis richtig bewertet? Kann das Grundstück nach Belieben bebaut werden? Welche Zusatzinvestitionen sind absehbar, wie beispielsweise Abrisskosten, die Entsorgung von Schutt oder der Ausgleich von Höhenunterschieden.

Vorab lässt sich kaum genau feststellen, wie teuer der Bau letztendlich wird. Man kann jedoch bereits Bäume, die gefällt oder Gebäude, die abgerissen werden müssen, mit in die Kostenplanung einkalkulieren. Auch Probleme wie ein beispielsweise hoher Grundwasserspiegel können vorab mit einbezogen werden. Wer Details wissen möchte, sollte eine Baugrunduntersuchung beauftragen. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass diese unter Umständen etwas länger dauern kann.

Grundstück untersuchen

Ein Grundstück kann auf zwei verschiedene Arten belastet sein. Diese sind im Grundbuch und Baulastenverzeichnis festgehalten und umfassen unter anderem bestimmte Rechte, die Dritten zugestanden werden. Zu diesen Rechten gehört beispielsweise das Wegerecht des Nachbarn, der einen Teil des Grundstücks als Zufahrt für sein eigenes Grundstück nutzen darf. Generell sollte vor einem Kauf immer ein genauer Blick in das Grundbuch geworfen werfen, um herauszufinden, ob das Grundstück derzeit mit etwaigen Hypotheken belastet ist oder ob Vorkaufsrechte eingetragen sind. Solche Rechte können Bauabsichten empfindlich einschränken, etwa wenn eine Zufahrt zu dem dahinter liegenden Grundstück freigelassen werden muss oder wenn die Stadt das Recht hat, eine Starkstromleitung durch das Grundstück hindurch zu führen.

Bebaubarkeit überprüfen

Das wichtigste Kriterium für einen Grundstückskauf ist jedoch, dass es sich dabei tatsächlich um ein Baugrundstück handelt. Denn das schönste Grundstück nützt nicht viel, wenn man darauf nicht bauen kann – oder zumindest nicht nach den eigenen Vorstellungen. Daher sollte es auch einen entsprechenden Bebauungsplan geben. Handelt es sich dagegen nur um Bauland, fehlt die Erschließung, was gleichbedeutend damit ist, dass diese eventuell bei der Stadt liegt, die keineswegs daran gebunden ist, eine Erschließung wirklich durchzuführen.

19.09.2020 Artikel-ID: 91408