Interview mit Alexandra und Jan Kortlepel

„Bremen ist eine Sleeping Beauty.“

So beschreiben Alexandra und Jan Kortlepel die Hansestadt. 2018 eröffnete Jan Kortlepel den Bremer Standort von DAHLER & COMPANY, indem seine Frau im April 2019 als Geschäftsführerin mit einstieg.

Frau und Herr Kortlepel sprechen gemeinsam über das aktuelle Immobilienangebot

Frau Kortlepel, Sie sind im letzten Jahr neu in die Geschäftsführung dazu gekommen. Hat das Ihren gemeinsamen Alltag verändert?

Alexandra Kortlepel: Seitdem auch ich im Unternehmen tätig bin, hat sich unser Alltag eigentlich überhaupt nicht verändert. Wir hatten bereits in den letzten fünf Jahren berufliche Überschneidungspunkte. Daher sind wir komplett aufeinander eingespielt.

Zusammen zu leben und auch noch so eng zusammen zu arbeiten, wie funktioniert das?

Ein starkes Team sowohl beruflich als auch privat

Jan Kortlepel: Arbeit und Privatleben strikt zu trennen, bekommen wir definitiv nicht hin. Das beginnt morgens am Frühstückstisch und auch abends sprechen wir wieder über das Unternehmen. In unserem Job verschieben sich viele Termine später in den Tag, dadurch ist die Firma eigentlich die ganze Zeit präsent.

Alexandra Kortlepel: Der Austausch abends ist dabei ganz wichtig für uns. Tagsüber haben wir nicht so viele Berührungspunkte und sprechen im Büro manchmal gar nicht miteinander. Da wir in unterschiedlichen Bereichen agieren. Dadurch ist es oftmals so, als wären wir in zwei unterschiedlichen Firmen tätig. Abends nutzen wir dann die Zeit, um uns über den Tag auszutauschen.

Kortlepel Senior und Junior bei einer gemeinsamen Besprechung

Wie haben Sie sich die Bereiche in der Firma aufgeteilt, dass es kaum Überschneidungen gibt?

Jan Kortlepel: Ich bin für alles hinter den Kulissen zuständig: Marketing, Personal und Controlling. Meine Frau ist mehr operativ tätig und direkt am Kunden. Sie ist unglaublich stark im Vertrieb, deshalb dachte ich auch, dass sie auf jeden Fall mit ins Unternehmen muss. Mein Feld war hingegen schon immer mehr die Projektentwicklung.

Hatten Sie beide schon immer eine Verbindung zur Immobilienbranche?

Alexandra Kortlepel: Absolut. Ich habe viele Jahre bei der Sparkasse Bremen und der Commerzbank im Bereich Finanzierung gearbeitet und mein Mann hat durch das Familienunternehmen von Haus aus die Verbindung zum Immobiliensegment.  

Als Sie sich für DAHLER & COMPANY als Lizenzpartner entschieden haben, welche Faktoren spielten da eine Rolle?

Jan Kortlepel: Wir sind seit eh und je Immobilienkaufleute und jetzt bauen wir auch sehr viel - Jedes Jahr 40-80 Wohneinheiten. Diese wurden vorher durch Drittvertriebe vermittelt. Allerdings haben wir nie einen Vertrieb gefunden, der zu unseren Ansprüchen gepasst hat. Da wussten wir, wir brauchen eine eigene Basis und sind auf DAHLER & COMPANY aufmerksam geworden. Mit diesem Unternehmen konnten wir uns identifizieren. Sie haben uns einfach total mit ihrer Werbung und Handschrift angesprochen. Somit wurden sie unsere erste Wahl.

 

Gespräche mit den Eigentümern und ein enger Austausch mit den Kunden ist sehr wichtig

Zu wem, würden Sie sagen, passt ein solches Lizenzsystem? Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Jan Kortlepel: Man braucht den absoluten Willen und die Lust dort hinzugehen, wo es weh tut. Man muss rausgehen und kann nicht nur im Anzug im Büro sitzen und warten, dass jemand einen anruft. Wenn ich die Kollegen im Büro sehe, sind sie theoretisch am falschen Platz. Sie müssen unterwegs sein. Draußen spielt die Musik! Eine  enorme Präsenz ist gefragt. Wenn man dazu bereit ist, dann funktioniert das auch.

Ihr DAHLER & COMPANY Standort ist Bremen, wo sehen Sie die größten und interessantesten Entwicklungen auf diesem Immobilienmarkt? Was erwarten Sie für die Zukunft?

Jan Kortlepel: Bremen ist eine „Sleeping Beauty“. Wir haben mit der Überseestadt eine der größten europäischen Projektentwicklung, die seit 10 Jahren ständig im Wandel ist. Die Wohnungspreise in Bremen sind zwar nicht so signifikant angestiegen wie in Berlin, Leipzig und Hamburg, aber da ist noch viel Potenzial nach oben. Das merken wir auch am Interesse von sowohl inländischen als auch ausländischen Investoren.

Hier entsteht ein weiteres Bauprojekt, welches durch DAHLER & COMPANY Bremen vermarktet wird

Welche Stadteile neben der Überseestadt sind in Bremen aktuell die interessantesten?

Alexandra Kortlepel: Wir glauben an den Stadtteil Schwachhausen, der sehr hohe Transaktionen aufweist. Da ist noch einiges drin und es lassen sich vermehrt Neubauaktivitäten beobachten. Auch in Oberneuland ist noch Luft, das ist eher ein exklusiver Stadtteil mit vielen Einfamilienhäusern. In der Neustadt, die ehemals ein Arbeiterbezirk war und jetzt ganz hip ist, tut sich auch vieles. Das gleiche gilt für Findorff. In beiden Stadtteilen finden viel Nachverdichtung und Sanierung statt. In diese Bezirke ziehen immer mehr Menschen aus der Kreativszene, Start-Ups und Marketingfirmen.

Gibt es eigentlich DAS typische Bremer Haus?

Alexandra Kortlepel: Tatsächlich ja! Das Bremer Haus oder auch Altbremer Haus ist eine Reihenhausbauweise und etwas ganz Besonderes in Deutschland. Es erinnert an den South Kensington Stil in London. Speziell in Schwachhausen sind diese Häuser zu finden und extrem gefragt. Die Herausforderung besteht aber in der Verfügbarkeit für Vermittlungen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir hier unfassbare Erfolge erzielen konnten. Wir konnten dadurch dieses Jahr fast 10 dieser Häuser verkaufen. Das hat kein anderer Makler bisher geschafft.

Geimeinsamer Besuch bei einer Eigentümerin

Von wo kommt die meiste Kundschaft, die sich an Sie wendet?

Alexandra Kortlepel: 80 % der Kunden kommen bereits aus Bremen. Es ist also vor allem Regionalkundschaft, die sich verändern möchte – verkleinern, vergrößern. Außerdem gibt es hauptsächlich nicht institutionelle Kapitalanleger, die Eigentumswohnungen ins Portfolio bekommen möchten.

Sie haben sich für ein Einkaufszentrum als Standort Ihrer DAHLER & COMPANY Shops entschieden. Welche Vorteile hat das?

Jan Kortlepel: Ja, das Einkaufszentrum liegt etwa 30km außerhalb von Bremen und hat pro Jahr rund 4 Millionen Besucher. Wir sind mit dem Shop damit am Puls der Zeit und erreichen ganz unterschiedliche Menschen. Der Standort kommt sehr gut an, jeden Tag kommen Leute rein und lassen sich beraten. Deshalb war dieser doch recht ungewöhnliche Standort für DAHLER & COMPANY die absolut richtige Entscheidung.

Neue Kunden zu gewinnen, gehört zu Ihrem Alltag. Gibt es da für Sie eigentlich DEN Traumkunden und was macht diesen aus?

Alexandra Kortlepel: Der Traumkunde besitzt schon Eigentum und möchte sich verändern. Er hat schon einmal eine Immobilie erworben und möchte sich nun vergrößern oder verkleinern. Hat also schon Erfahrung mit diesem Prozess gemacht.

Gemeinsame Besichtigung einer einzigartigen Immobilie in Bremen

Sie haben einen Standort neu aufgebaut, aus wie vielen Mitarbeitern besteht Ihr Team und was können neue Mitarbeiter erwarten?

Jan Kortlepel: Im Team sind 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind wie eine ganz tolle Familie.

Erwarten kann man bei uns flexible Arbeitszeiten und es wird sehr selbstbestimmt gearbeitet. Es spielen nicht nur Qualitäten der klassischen Maklertätigkeit eine Rolle, sondern auch das Thema Marketing. Wir sind ein Team. Das steht bei uns im Vordergrund.

Jeden Tag kommen wir zum Mittag um 13 Uhr zusammen. Jeder berichtet dabei von seinen Objekten und dem Status Quo.

Außerdem legen wir viel Wert auf die Work-Life-Balance. Es gibt auch eine Sportgruppe und abends wird auch mal zusammen was getrunken.

DAHLER & COMPANY Bremen ist auch auf Social Media vertreten. Werden darüber tatsächlich Immobilien vermittelt?

Jan Kortlepel: Social Media ist in erster Linie ein Goodie, das wir nutzen, um neue Kaufberater und Auszubildene zu finden. Außerdem hilft es die Marke zu schärfen und präsent zu sein. So bleibt man im Kopf.

Zum Abschluss Hand aufs Herz: In welchen Momenten lieben Sie Ihre Selbständigkeit und gibt es solche, in denen Sie diese verfluchen?

Jan Kortlepel: Es gibt nur ganz ganz wenige Momente, die ich verfluche. Ansonsten genießen wir jeden Tag unserer Selbstständigkeit.

Vielen Dank für das Interview!

13.01.2021 Artikel-ID: 92449