Interview mit Christian Habrich

DAHLER & COMPANY bringt als etablierte Marke eine ganz andere Wirkung mit sich als ein eigenständiger Immobilienmakler“.

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Der DAHLER & COMPANY Immobilienshop von Christian Habrich ist zentral in der Kölner Innenstadt gelegen

Das sagt Christian Habrich, der 2015 seine Erfolgsgeschichte als Lizenzpartner von DAHLER & COMPANY begann und einen vorhandenen Shop in der Kölner Innenstadt übernommen hat. Vorher arbeitete Christian Habrich als selbstständiger Immobilienmakler und Außendienstmitarbeiter für Online-Werbemaßnahmen. Mittlerweile führt Habrich neben seinem Shop in der Kölner Innenstadt auch vier Mitarbeiter, die ihn in seinem Tagesgeschäft als Immobilienberater unterstützen.

Wir treffen Christian Habrich Montagmorgen in seinem Shop, wo er mit seinen Mitarbeitern gerade die Wochenplanung durchgeht.

Herr Habrich, Sie sind seit Januar 2015 Lizenzpartner bei DAHLER & COMPANY. Wie kam es dazu?

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Montagmorgens wird die Wochenplanung mit allen Mitarbeitern besprochen

Ich war im Jahr 2014 noch als angestellter Immobilienmakler tätig und hatte schon immer den Gedanken, mich mit einer eigenen Firma selbstständig zu machen. Mir war aber immer klar, dass ich es nicht ohne einen starken Partner im Rücken machen werde, also keine vollkommen eigene Selbstständigkeit. Wenn, dann nur mit einem System. Ich habe mich dann mit den unterschiedlichen Systemen auseinandergesetzt und dann durch Zufall in der WELT am Sonntag eine Anzeige für die Shopübernahme von DAHLER & COMPANY Köln-Süd entdeckt.

Ich hatte schon zuvor mit D&C geliebäugelt, da mich der Auftritt des Unternehmens sehr angesprochen hat. Nachdem ich die Anzeige gesehen hatte, habe ich also die Gelegenheit ergriffen und mich in die ersten Gespräche begeben. Seit Januar 2015 bin ich jetzt Lizenzpartner.

Warum haben Sie sich für dieses Lizenzgebiet entschieden? Würden Sie sagen, dass es wichtig ist, in seinem Gebiet schon über ein Netzwerk zu verfügen?

Wichtig ist vor allem, dass man seinen Markt kennt und genau weiß, wie dieser tickt! Hinzu kommt, dass ich gebürtiger Rheinländer bin. Ich bin in Köln geboren und in Bonn aufgewachsen und hatte schon immer die Nähe zur Rheinmetropole. Köln war für mich also immer die Stadt, in der ich arbeiten wollte und wo ich meine berufliche Zukunft gesehen habe. Wenn man sich dann in seinem Markt etablieren will, sind ein Netzwerk und genaue Ortskenntnisse allerdings unabdingbar.

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Habrich mit einem potenziellen Kunden auf der Dachterasse einer Wohnung aus seinem Portfolio

Herr Habrich, haben Ihnen die qualifizierten und eingespielten Mitarbeiter vor Ort den Einstieg erleichtert?

Ich habe keinen Mitarbeiter von meinem Vorgänger übernommen, da keiner mehr vorhanden war. Mein Vorgänger und seine Mitarbeiter haben zusammen aufgehört und auch als ich angefangen habe, war ich erst einmal alleine. Der Standort war für eine Zeit inaktiv und musste sozusagen reaktiviert werden. Meine ersten Mitarbeiter habe ich dann wie viele andere Unternehmen über Stellenanzeigen gewonnen. So konnte ich sehr gute Kaufberater gewinnen, einige weitere habe ich im Laufe der Jahre durch Initiativbewerbungen hinzubekommen. Viele Bewerber sehen, dass der Standort gut läuft, eine Kontinuität und eine gute Markenbekanntheit im Markt vorhanden sind und bewerben sich deshalb.

Was halten Sie davon, sich als One-Man-Show selbstständig zu machen?

Man kann natürlich auch eine One-Man-Show machen, dann wird es aber eine kleinere Sache. Wenn man die Dinge größer aufziehen und das Geschäft ausbauen möchte, kommt man um gute Kaufberater nicht herum. Durch die Einstellung von Kaufberatern kommt erst die Dynamik in das Geschäft und sie sind ein Umsatzmultiplikator, den man vorher nicht hat. Damit wird man im Markt auch anderen Maklern gegenüber anders wahrgenommen.

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Regelmäßig verteilt Habrich sein favorisiertes Marketingtool, das unternehmenseigene Immobilienmagazin "DC HOMES"

Hatten Sie durch die Übernahme einen Zeitvorteil und sind somit schneller in den Markt gekommen?

Natürlich waren wir im Markt bereits bekannt und D&C war gerade in der Immobilienakquisition ein Name, aber nichtsdestotrotz musste ich den Standort selbst aufbauen, auch wenn die räumlichen Gegebenheiten schon vorhanden waren. Ich konnte ja leider keine Mitarbeiter übernehmen. So gesehen war es nur ein kleiner Vorteil.

Haben Sie sich auch mal die Frage gestellt: Was habe ich eigentlich davon, mich diesem System anzuschließen?

Köln ist ein sehr hart umkämpfter Immobilienmarkt und es geht darum, möglichst wenig Zeit mit Dingen wie beispielsweise Marketing zu verlieren. In einem System bekomme ich Support, Schulungen und fortlaufende Beratung an die Hand und außerdem eine starke Marke, die bereits eine gewisse Wahrnehmung in den Markt transportieren kann.

DAHLER & COMPANY bringt als etablierte Marke eine ganz andere Wirkung mit sich als ein alleinstehender Immobilienmakler. Von daher war für mich ganz klar, dass man es in solch einem übersättigten Markt nur mit einer großen Marktdurchdringung schaffen kann. Und so etwas liefert einem nur eine überregionale, starke Marke.

Und haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

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Bevor Christian Habrich Lizenzpartner von DAHLER & COMPANY wurde, arbeitete er als selbstständiger Immobilienmakler

Auf der einen Seite hat es viel länger gedauert als vorher gedacht, bis es zur Standortübernahme und dem operativen Start gekommen ist. Aber auf der anderen Seite, vor allem jetzt nach über zwei Jahren Lizenzpartnerschaft, weiß ich den Support der Zentrale wirklich zu schätzen, weil mir immer wieder neue, starke Tools an die Hand gegeben werden, die mir im Markt zu Erfolg verhelfen. Die Zentrale in Hamburg hält einem den Rücken frei und man muss sich nicht um neue Postkarten, neue Marketingaktionen oder beispielsweise die Pflege der Website kümmern. Das macht sich insbesondere in der Akquise bemerkbar, die mit einer überregionalen Marke im Rücken viel einfacher funktioniert.

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Unterwegs in seinem Lizenzgebiet. Habrich hat aktuell Immobilien aus ganz Köln im Angebot

Wie haben Freunde / damalige Kollegen auf die Selbstständigkeit reagiert?

Erstaunlicherweise habe ich sehr viel Gegenwind bekommen. Fragen wie „Wie kannst du nur? Und dann auch noch in so einem übersättigtem Markt!“ kamen auf. Ich hätte natürlich nach diesem ganzen Gegenwind auch sagen können, dass ich es sein lasse. Aber ich wollte es unbedingt machen. Ich brannte dafür und habe es dann eben auch durchgezogen. Diejenigen, die es erst sehr kritisch gesehen haben, sehen es jetzt sehr positiv. Das gibt mir auch einfach Recht, dass ich den richtigen Schritt gegangen bin. Man muss eben viel tun und sich sehr anstrengen. Und wenn dann erstmal die ersten Abschlüsse kommen, stellt sich der langfristige Erfolg von selbst ein.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Der Vormittag besteht aus Telefonaten, in denen Gespräche mit potentiellen Investoren oder Projektentwicklern geführt werden und wir versuchen, die großen Aufträge für uns zu gewinnen. Als nächstes beantworte ich meine E-Mails und gehe dann in die Vorbereitung von Verträgen oder Terminen. Cashflowplanung sowie eine Jahres-Marketingplanung gehören ebenfalls dazu. Als Lizenzpartner hat man tatsächlich sehr viel mit Management zu tun. Häufig begleite ich natürlich auch meine Kaufberater bei Außenterminen wie Besichtigungen oder Akquiseterminen.

Herr Habrich, wir danken für das Gespräch und möchten Sie final noch einmal bitten, uns Ihre fünf wertvollsten Praxistipps für andere Franchisenehmer und solche, die es werden wollen, mit auf den Weg zu geben.

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Kommt der Interessent aus einer anderen Stadt, wird aus dem Immobilienmakler Habrich manchmal auch ein Stadtführer

Gerne.

1. Man muss sich vor Augen führen, dass man sich nicht einfach hinsetzen und warten kann, bis die Tauben hereingeflogen kommen, sondern man muss einfach bereit sein, selbst die Ärmel hochzukrempeln und die Performance auf die Straße zu bringen. Es gibt natürlich ein System bzw. die Rahmenbedingungen, aber man muss es selbst mit Leben füllen.

2. Wissbegierigkeit und der Wille zur ständigen Weiterbildung sind Voraussetzungen für diesen Beruf.

3. Man sollte sehr partnerschaftlich arbeiten, auch wenn man eigener Unternehmer ist, sei es gegenüber anderen Dahler Standorten oder auch der Zentrale. Es gibt nun einmal immer noch diesen großen Partner, der einem auch einige Dinge vorschreibt, die man in einer kompletten Selbstständigkeit eventuell anders gemacht hätte. Das ist sicherlich nicht für jedermann etwas.

4. Es ist von Vorteil, immer sehr praktisch zu denken bzw. sehr praktisch in die Planung zu gehen.

5. Man sollte mit einer ausreichenden finanziellen Kapazität an den Start gehen, also lieber zu viel als zu wenig einplanen, falls es am Anfang nun doch nicht so läuft wie geplant.

Vielen Dank für das Interview!

19.04.2017