Holz: Typisch skandinavisch!

Wer es natürlich und gemütlich mag, baut auf und aus Holz

Holz ist das wichtigste Material im skandinavischen Design. Nicht nur Möbel und Accessoires, sondern auch Außenfassaden, Böden oder ganze Haus-Strukturen bestehen in den nordischen Ländern oft aus Holz. Dadurch entsteht nicht nur ein besonders natürlicher und gemütlicher Look, Holz ist – je nach Baumart – langlebig, robust und gut fürs Raumklima.

Fichte

Fichte
Fichtenholz

Kein anderer Baum dominiert die europäischen Wälder so sehr wie die Fichte – weshalb Fichtenholz relativ preisgünstig ist. Das Holz ist hell und kann ins Gelbliche wie auch ins Rötliche gehen. Die Maserung ist fein, wobei Astlöcher ebenso wie Harzkanäle deutlich sichtbar sind und den Charakter des Materials ausmachen. Fichtenholz ist weich und elastisch, unbehandelt allerdings nicht witterungsbeständig, zumal es anfällig für Pilzbefall ist. Genutzt wird Fichte dementsprechend nicht für Außenmöbel, dafür aber gerne für den Hausbau, zum Beispiel für den Dachstuhl oder Deckenbalken. Die typischen skandinavischen Massivholzmöbel werden häufig aus Fichte gefertigt.

Ahorn

Ahornbaumstamm
Ahorn

Ahorn ist eine Gattung, die rund 200 verschiedene Arten umfasst – wovon jedoch nur ein kleiner Teil in Europa vorkommt. Die acht Arten, die hier heimisch sind, sind jedoch weit verbreitet. In Skandinavien ist das vor allem der Bergahorn, der ein sehr helles, gelbliches Holz hat. Die Maserung ist eher dezent und zeichnet sich durch feine, gleichmäßige Linien aus. Ahornholz ist sehr fest und elastisch, allerdings nicht für den Außeneinsatz tauglich. Besser eignet es sich für Möbel oder für Böden, da es sehr resistent gegenüber Abnutzung ist.

Birke

Birkenholz
Birkenholz

Birkenholz ist sehr hell, manchmal fast weiß, kann aber auch in die gelbe oder rötliche Tönung gehen. Maserungen sind fast gar nicht zu sehen, typisch sind allerdings einzelne rötliche-braune Flecken. Ebenso kann das sogenannte Eisbirkenmuster auftreten – typisch für Birken aus Finnland – das in seiner Form an eine Eisblume erinnert und dem Holz so einen ganz speziellen Charakter verleiht. Birke ist sehr hart und dennoch elastisch. Besonders gerne wird es für Sperrholz und Furnier, aber auch für den Möbelbau genutzt. Birke riecht kaum und kann daher auch ausgezeichnet in Kombination mit Lebensmitteln – etwa für Fässer oder Kisten – eingesetzt werden.

Kiefer

Kiefer
Kiefernholz

Nach der Fichte ist die Kiefer der zweithäufigste Baum in Europa. Die Pflanzen wachsen sehr schnell, sind kostengünstig und können extrem vielseitig eingesetzt werden. Kiefernholz ist hell, kann mit der Zeit aber nachdunkeln, sodass sich eine gelbliche oder rötliche Tönung abzeichnet. Die Maserung zeigt Jahresringe und Astlöcher, häufig auch Prägungen von Harzkanälen. Kiefernholz ist weich bis mittelhart und dabei sehr elastisch, was die Verarbeitung einfach gestaltet. Für draußen ist es ohne Behandlung nicht geeignet, zumal es bei höheren Temperaturen zum Austritt von Harz kommen kann und Sonnenlicht zum Ausbleichen des Holzes führt. Kiefernholz wird daher hauptsächlich für den Bau diverser Großmöbel vom Schrank bis zum Tisch verwendet, kann aber ebenso gut als Baumaterial verwendet werden.

Lärche

Lärche
Lärchenholz

Das hochwertige Lärchenholz definiert sich durch eine braune Farbe und hat – durch seine deutlich ausgeprägten Wachstumsschichten – eine prägnante Struktur mit zungenförmiger Maserung. Außerdem können die Harzkanäle sichtbar sein. Lärche ist zäh, hart und schwer und eignet sich damit auch für den Outdoor-Gebrauch. Wenn es nicht imprägniert wird, bekommt es draußen allerdings eine silbrig-graue Färbung. Lärchenholz ist nicht nur für Gartenmöbel ideal, sondern wird wegen seiner Stabilität auch als Bauholz genutzt, also zum Beispiel für Türen, Wandverkleidungen und Dachkonstruktionen. Sogar im Boot- und Brückenbau kommt Lärche zum Einsatz. 

28.03.2017