Wie Sie einen Wasserschaden beseitigen

Wenn die Wand plötzlich nass wird: So lässt sich ein Wasserschaden in drei Schritten professionell sanieren

Wasserfleck an der Decke
Wo kommt das Wasser her? Und wie kriegt man die Flecken wieder weg? 

Ein Leitungsrohr leckt, die Waschmaschine beim Nachbarn ist ausgelaufen – schnell versickern dann Unmengen an Wasser im Mauerwerk und den Hohlräumen des Gebäudes. An der Wand oder Decke betroffener Zimmer bilden sich hässliche Wasserflecken.

Für Eigentümer oder Mieter ist nun schnelles Handeln angeraten, um die Ursache des Schadens zu beseitigen und unverzüglich mit der fachgerechten Trocknung zu beginnen. Andernfalls werden die Schäden mit der Zeit immer größer und es droht Schimmelbefall. Tipp: Bei größeren Wasserschäden oder einer unklaren Ursache empfiehlt sich der Rat eines Sachverständigen.

Schadensursache beseitigen

Eine häufige Ursache größerer Schäden sind gebrochene oder leckende Rohre. Ein Fachmann kann die Ursache schnell lokalisieren, die Kosten übernimmt in der Regel die Hausrat-, Haftpflicht- oder Wohngebäudeversicherung.

Rohrbrüche sind vielfach auf frühere, nicht fachgerecht sanierte Wasserschäden zurückzuführen. Daher sollten Eigentümer bei der gründlichen Behebung eines größeren aktuellen Schadens auch die Boden- oder Wandschächte entfeuchten, um einer Korrosion der in den Schächten befindlichen Leitungen vorzubeugen. Kalt- und Warmwasser- sowie Heizungsleitungen aus Stahlrohr können sonst Rost bilden und für den nächsten Rohrbruch sorgen.

Im Zuge der Sanierung sollte das Leitungssystem von einem Fachmann auch auf Korrosion überprüft werden. Ein Austausch des Leitungssystems durch Kupfer- oder Kunststoffrohre ist gegebenenfalls empfehlenswert.

Mauerwerk trocknen

Kleinere durchnässte Bereiche lassen sich mit Heizlüftern oder -strahlern trocknen, die Feuchtigkeit wird dabei durch Fensterlüftung abgeführt. Besser sind Kondensationstrockner, bei denen die Luftfeuchtigkeit am kalten Wärmetauscher kondensiert und in ein Auffanggerät abfließt. Gebläse unterstützen den Prozess.

Bei größeren Schäden reicht die oberflächliche Trocknung allerdings nicht aus. Es muss auch das in die Tiefe des Mauerwerks eingedrungene Nass beseitigt werden. Andernfalls drohen langfristige Schäden am Gebäude. Für Problemzonen, etwa eine vollgesogene Dämmschicht unter dem Estrich oder durchfeuchtete Holzbalkendecken, sollten Fachleute hinzugezogen werden. Sie können mit Kontrollmessungen auch den Erfolg der Sanierungsarbeiten beurteilen.

Wasserfleck sanieren

Nach der gründlichen Trocknung bleiben an Wand oder Decke hässliche Wasserflecken zurück. Einfach mit frischer Farbe drüber zu streichen reicht in solchen Fällen nicht, da die Flecken immer wieder zurückkommen. Für eine gezielte Sanierung sind mehrere einfache Arbeitsschritte nötig:

Zunächst werden mit einem breiten Flächenspachtel alle losen Teile und Salzausblühungen, die Wasserflecken im Laufe der Zeit bilden, gründlich abgeschabt. Danach muss eine spezielle Kunstharz- oder Isolierfarbe großzügig auch über den Fleck hinaus aufgetragen werden. Nach vollständiger Trocknung der Farbe wird die Stelle verspachtelt und später ein erster Anstrich mit frischer Farbe per Malerwalze vorgenommen. Nach dem Trocknen der Farbe erfolgt ein letzter unverdünnter Anstrich und die Wand sieht wieder wie neu aus.

12.05.2017