Pool-Planung: Welches Modell soll es sein?

Material, Größe, Betriebskosten – worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Pool kaufen

Morgens ein paar erfrischende Bahnen ziehen, sich bei großer Hitze einfach mal abkühlen oder zur Entspannung am Abend schwimmen. Der private Pool erweitert den Garten oder die Dachterrasse zur Wellness-Oase für die ganze Familie. Nicht nur an heißen Tagen, auch bei kälterem Wetter hat das Wasser gut ausgestatteter Swimming-Pools stets eine angenehme Temperatur.

Kein Wunder, dass viele Hauseigentümer über den Bau eines Pools nachdenken. Zumal so ein Pool nicht nur zum eigenen Wohlbefinden beiträgt, sondern auch den Wert der Immobilie steigert, wenn er gut gepflegt ist – und sich potenzielle Käufer wiederum nicht vom Pflegeaufwand abschrecken lassen. Wie sehr eine Immobilie durch einen Pool aufgewertet wird, hängt auch davon ab, wie sonnenverwöhnt die Region ist, in der die Immobilie liegt.  

Wer Ja zum Pool sagt, findet im Fachhandel eine breite Modellvielfalt für jedes Budget – vom Aufstellbecken aus Kunststoff bis zum maßgefertigten Edelstahlbecken. Dabei entscheidet neben dem Material auch die Größe des Schwimmbeckens über Kaufpreis und Betriebskosten.

In Pool-Position: Ausstattung je nach Budget

Kleinere Swimming-Pools gibt es im Baumarkt schon ab eintausend bis zweitausend Euro. Die Einsteigermodelle sind allerdings eher etwas zum Planschen. Sie werden als Selbstbausatz und Aufstellbecken angeboten. Das ist günstiger, da sie nicht im Boden versenkt werden und kein Erdaushub erforderlich ist. Oft handelt es sich um steckbare Stahlrahmen, in die danach eine Plane aus Kunststoff eingespannt wird. Anschlüsse für Schlauch und Filterpumpe sind in der Regel dabei.

Fertigbecken mit Unterwasser-Beleuchtung

Ein Pool macht sich auch in Deutschland gut, wie diese Villa in Berlin beweist

Mittelklasse-Pools sind oft robuste Fertigbecken aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Sie werden im Boden versenkt. Dazu muss eine Grube ausgehoben und eine Bodenplatte verlegt werden. Das Becken wird anschließend oft mit Kies oder Beton hinterfüttert. Die Swimming-Pools gibt es je nach Ausführung bereits mit integrierter Leiter, Treppe oder Unterwasser-Beleuchtung. Ein Prüfsiegel vom TÜV zeigt guten Verarbeitungsstandard an.

Alternativ kann der eigene Swimmingpool auch gemauert oder als Betonbecken gebaut werden, das anschließend mit Folie ausgekleidet oder gefliest wird. Gemauerte Pools eignen sich wegen ihrer sehr guten Stabilität insbesondere für Gärten in Hanglage.

Im Trend: Swimming-Pool aus Edelstahl

Edelstahlbecken sind die eleganteste Form des eigenen Pools. Sie  werden nach den Wünschen des Kunden maßgefertigt und sind im Fachhandel oft ab etwa 30.000 Euro im Angebot. Das Material ist sehr robust und vergleichsweise pflegeleicht. Die selbsttragenden Wände sind auch bei Hitze oder Frost sehr beständig und müssen oft nicht mit Beton hinterlegt werden.

Auch Schwimmbecken aus Glas sind im Trend und vermitteln einen sehr puristischen Eindruck. Beliebt sind beim Bau auch sogenannte Infinity Pools. Dabei wird die Beckenkante so abgesenkt, dass der Eindruck eines scheinbar kantenlosen Pools entsteht.

Wer sehr viel Platz im eigenen Garten hat, kann vom Fachmann auch einen Schwimmteich als selbstreinigendes Naturbecken anlegen lassen. Passende Pflanzen sorgen für die natürliche Reinigung und eine Pumpe für ausgeglichene Sauerstoffzufuhr.

Tipp für Pool-Freunde

Für Schwimmer empfiehlt sich mindestens die klassische Größe von vier mal acht Metern. Diese bietet zwei Personen Platz, um parallel ein paar Bahnen zu ziehen. Bei einer Tiefe von 1,30 bis 1,50 Metern kann man sich aber auch einfach nur gemütlich im Stehen unterhalten.

Schon bei der Planung sollte das Budget für den Bau, die spätere Instandhaltung und Reinigung realistisch kalkuliert werden. Die zuständige Baubehörde informiert, ob eine Genehmigung erforderlich ist.

Neben dem Schwimmbecken kostet die Technik für den Pool extra. Dazu zählt etwa die Poolheizung, -abdeckung und eine Pumpe, die das Oberflächenwasser absaugt und es über eine Filteranlage gereinigt wieder in den Pool zurückspült.

Bei der Technik und Isolierung des Swimming-Pools empfiehlt sich eine gute Beratung und die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Schwimmbadbau-Firma. Diese bietet kompetenten Service und meist auch die regelmäßige Wartung des Pools an.

12.05.2017