Harmonie im Gemüsebeet: Welche Sorten vertragen sich miteinander?

Achten Sie beim Anbau bestimmter Gemüsesorten darauf, dass diese gut zusammenpassen, denn eine harmonische Pflanzung bringt viele Vorteile mit sich. Hier kommen die schönsten Paare

Viele Gemüsesorten unterstützen sich gegenseitig im Wachstum

Eine große Vielfalt von Pflanzen in Ihrem Gemüsegarten anzubauen, kann viele Vorteile mit sich bringen. Wer gezielt zwei bestimmte Gemüsesorten nebeneinander pflanzt, kann beide Pflanzen zum Wachsen anregen, ein Prozess, der als Begleitpflanzung bezeichnet wird.

Begleitpflanzen haben viele Vorteile für die entsprechenden Partnerpflanzen. Sie können sich gegenseitig beim Wachstum helfen, indem sie Bestäuber anziehen oder Schädlinge abwehren und zusätzlich nützliche Nährstoffe oder Schatten liefern. 

Rüben und Knoblauch

Der gemeinsame Anbau von Rüben und Knoblauch hat viele Vorteile. Schädlinge wie Wurzelmaden, Japanische Käfer, Schnecken und Apfelwickler, die die Rüben befallen, werden durch den Geruch von Knoblauch abgewehrt. Das Pflanzen von Knoblauch in der Nähe von Rüben verbessert auch den Geschmack der Rüben, und der Schwefel, den der Knoblauch während seines Wachstums produziert, wirkt als Antimykotikum, das hilft, Krankheiten der Rüben zu verhindern.

Brokkoli und Zwiebeln

Durch den Anbau von Brokkoli und Zwiebeln in unmittelbarer Nähe zueinander, können Sie den Geschmack des Brokkoli verbessern. 

Brokkoli ist eine der nahrhaftesten Gemüsearten überhaupt. Er wächst am besten in kühleren Jahreszeiten. Brokkoli reift innerhalb von sechs bis acht Wochen. Am besten wächst die Pflanze in voller Sonne, verträgt aber auch Halbschatten gut. Brokkoli braucht feuchten, fruchtbaren, leicht sauren Boden. Gießen Sie regelmäßig und versuchen Sie dabei, die wachsenden Köpfe nicht nass zu machen.

Zwiebeln sind eine kühle Wetterpflanze. Sie können Zwiebeln bereits als Samen kaufen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dauert es bis zu vier Monate, bis die Pflanze reift. Die Wurzeln wachsen bei kaltem Wetter, die richtige Knolle bildet die Zwiebel erst, wenn das Wetter warm wird. 

Karotten und Lauch

Karotten werden normalerweise von Karottenfliegen angegriffen, Lauch wird von Lauchmotten und Zwiebelfliegen befallen. Die Karotten schrecken allerdings die Schädlinge des Porrees ab und der Porree hält die Schädlinge der Karotten fern. Diese Pflanzen sind also gute "Gartenfreunde", weil sie jeweils als Abwehrmittel für die Schädlinge des anderen dienen.

Um Karotten anzubauen, pflanzen Sie die Samen etwa drei bis fünf Wochen vor dem letzten Frost draußen. Versuchen Sie, sie in vollem Sonnenlicht anzubauen. Der Boden sollte gut entwässert und locker sein, und Sie sollten die Pflanzen mindestens einmal pro Woche gießen. Der Porree ist ein Verwandter der Zwiebel und gedeiht bei kaltem Wetter. Pflanzen Sie den Lauch in einem Bereich des Gartens, der eine volle Sonneneinstrahlung bekommt und fruchtbaren, gut durchlässigen Boden hat. 

Gurken und Erbsen

Der gemeinsame Anbau von Gurken und Erbsen kommt letztlich besonders stark der Gurke zugute, da die Erbsen den Stickstoff im Boden erhöhen. Der erhöhte Stickstoffgehalt ermutigt die Gurke, größer und herzhafter im Geschmack zu werden.

Gurken sind ursprünglich ein tropisches Gemüse. Diese benötigen warme Böden mit einem sauren pH-Wert, um zu wachsen. Erbsen hingegen sind Hülsenfrüchte, die normalerweise kälteres Wetter bevorzugen. Um sie mit tropischen Gurken zu pflanzen, müssen Sie diese während der Sommermonate für eine Herbsternte mit Wasser und Schatten unterstützen. Erbsen brauchen einen leicht sauren Boden. 

27.05.2019 Artikel-ID: 86607