Vor- und Nachteile einer eigenen Wellness-Oase

Ein eigener Wellnessbereich? Ein Traum, den man sich mit einem Eigenheim erfüllen kann. Doch was sind die Vor- und Nachteile?

Vorteil: Verbesserter Schlaf

Wenn der Körper angenehm warm ist, neigt der Mensch dazu, schneller einzuschlafen und mit weniger Störungen durchzuschlafen. Es ist allgemein anerkannt, dass der REM-Schlaf eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf fast alles hat - von der Stimmung über die mentale Wachsamkeit bis hin zur Art und Weise, wie der Körper die Nahrung verstoffwechselt. Um die eigenen Chancen auf einen guten Schlaf zu verbessern, sollte man vor dem zu Bett gehen einige Zeit im hauseigenen Spa verbringen.

Vorteil: Abbau von Stress und Ängsten

Neben der vorübergehenden Entspannung zeigen Studien auch, dass die Kombination aus heißem Wasser, Massagedüsen und dem Gefühl der Schwerelosigkeit sowohl den geistigen als auch den körperlichen Stress deutlich reduzieren und Angstzustände verringern kann.

Vorteil: Linderung von arthritischen und chronischen Schmerzen

Für Menschen, die an Skelettbeschwerden wie Arthritis, Karpaltunnel, Sehnenentzündung oder anderen körperlichen Schmerzen leiden, kann der Aufenthalt in einem Spa eine dringend benötigte Linderung bringen. Unsere Durchblutung nimmt mit der Hitze einer Sauna zu, die Verspannung unserer Muskeln löst sich und Entzündungen in unseren empfindlichen Gelenken werden reduziert. In diesem Zustand kann ein schmerzender Körper eine erhöhte Flexibilität, Kraft und ein breiteres Spektrum an körperlicher Bewegung erfahren.

Nachteil: Die Anschaffungskosten

Der unmittelbarste Nachteil bei der Umsetzung eines eigenen Spa-Bereiches sind offensichtlich die damit verbundenen Kosten, die bereits am Anfang auf einen zukommen. Selbst wenn die Ausstattung minimalistisch gehalten wird, ist man direkt mit mehreren tausend Euro an reinen Anschaffungskosten dabei. Möchte man gern auch einen Indoor-Swimmingpool haben, kann man sogar mit bis zu EUR 10.000,- rechnen. Was viele Eigentümer nicht bedenken ist der kaum vorhandene Mehrwert der getätigten Investition in Bezug auf den Wert der Immobilie. So wird ein teurer Pool beispielsweise den Wert des Hauses lediglich um einen Bruchteil der entstandenen Kosten erhöhen.

Nachteil: Die Nebenkosten

Die Kosten für einen eigenen Spa-Bereich enden jedoch nicht mit der Installation, denn mit der Inbetriebnahme steigen im Wesentlichen alle Versorgungsrechnungen. Dies ist insbesondere bei einem Swimmingpool der Fall, da dieser durch Umwälzpumpen betrieben wird, die mit Strom versorgt werden, sodass die Stromrechnung bei jedem Pumpenbetrieb weiter steigt. Im Härtefalle kann die Pumpe den größten Teil des Tages laufen. Außerdem wird auch die Wasserrechnung steigen, da ein Swimmingpool durch die Verdunstung Wasser verliert und regelmäßig nachgefüllt werden muss. Sollte der Pool mit einer gasbetriebenen Heizung geheizt werden, wird auch die Gasrechnung steigen.

Nachteil: Instandhaltung

Zusätzlich müssen Spas regelmäßig gereinigt und gewartet werden. So ist die Wartungsroutine bereits für ein kleines Poolbecken verhältnismäßig zeitaufwendig. Die Filter müssen ersetzt, Pumpen gewartet, Chemikalien zur Wasseraufbereitung überwacht sowie die Beckenoberfläche gereinigt und gepflegt werden. Hinzu kommen weitere Kosten, die für eine anständige Wartung durch einen professionellen Installateur ausgegeben werden müssen. Alleine die Kosten für Poolchemikalien können mehrere hundert Euro pro Jahr betragen und auch der nötige Filterwechsel wird die Wartungskosten erheblich erhöhen.

Nachteil: Sicherheit

Wellnessbereich mit Swimmingpools sind durchaus gefährlich, daher müssen Maßnahmen ergriffen werden, um insbesondere kleine Kinder vor dem Ertrinken zu schützen. Ein Absperrzaun stellt in diesem Fall eine gute Lösung dar. Dieser ist allerdings an einige Bauvorschriften gekoppelt. 

18.08.2019 Artikel-ID: 87855