Die besten Bodenbeläge für Terrassen

Holz, WPC oder Fliesen: Welcher Bodenbelag ist der beste für Ihre Terrasse?

Sobald die Temperaturen es zulassen, wird die Terrasse zum Mittelpunkt des Hauses. Das Leben verlagert sich nach draußen ­- ins zweite Wohnzimmer sozusagen. Dementsprechend sollte die Terrasse aber auch annähernd so gemütlich und stilvoll sein wie ihr Pendant im Innenbereich. Ausschlaggebend dafür ist vor allem der Boden: Er dominiert den Gesamtlook und kann für ein ganz neues Wohngefühl auf der Terrasse sorgen. Doch welcher Belag eignet sich am besten? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Und zu welchem Stil passt welcher Bodenbelag am besten? Unsere Top 5.

Holz als Bodenbelag für die Terrasse

Holz
Schön natürlich - eine Terrasse mit Holzboden 

Vorteile: Holz ist ein natürliches Material und passt damit in Optik und Beschaffenheit ausgezeichnet auf eine Terrasse. Es strahlt Wärme aus und dank seiner angenehmen Haptik lässt sich auch barfuß gut darauf laufen.

Nachteile: Feuchtigkeit setzt Holz zu. Daher ist es wichtig, sich für die richtige Holzart zu entscheiden. Faustregel: Es sollte nur Hartholz wie Esche oder Eiche oder gut imprägniertes Holz verwendet werden, um den Bodenbelag widerstandsfähig gegen Wettereinflüsse zu machen.

Stil: Holz passt wunderbar zum schlichten skandinavischen Stil. In Kombination mit weiteren Naturtönen funktioniert es ebenso gut wie mit sanften Pastellfarben. Um in einer Stilrichtung zu bleiben, empfiehlt es sich, einen Holzboden mit Terrassenmöbeln aus natürlichen Materialien, zum Beispiel Bambus oder Rattan, zu kombinieren.

WPC als Bodenbelag für die Terrasse

WPC Boden
Sieht fast aus wie Holz, ist aber WPC 

Vorteile: WPC steht für Wood-Plastic-Composite, ist also ein Verbundwerkstoff, der aus bestimmten Anteilen von Holz, meist Holzmehl, und Kunststoff entsteht. Für Terrassen kommt es meist in Form von einfach zu verlegenden Dielen daher. WPC hat den großen Vorteil, dass es sehr robust und pflegeleicht ist, in seiner Optik aber den klassischen Holzdielen ähnelt.

Nachteile: Da WPC-Terrassendielen eben nicht zu 100 % aus Naturmaterial bestehen, können sie sich im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung stark aufheizen. Eine Lösung, die schnell Abhilfe verschafft, sind Outdoor-Teppiche. Sie sorgen außerdem für etwas optische Abwechslung, die bei Holzdielen durch die verschiedenen Maserungen des Materials auf ganz natürliche Weise entsteht.

Stil: Da WPC in seiner Optik und Haptik Holz sehr ähnelt, harmoniert es ebenso gut mit dem Skandinavien-Stil. Durch die Einfarbigkeit der Dielen passt es aber auch ausgezeichnet zu einer klassischen,  schlichten Terrassengestaltung mit zeitlosen Möbeln.

Fliesen als Bodenbelag für die Terrasse

Fliesen
Helle Fliesen sorgen für eine edle Optik

Vorteile: In Sachen Vielfalt sind Fliesen als Material für die Terrasse nicht zu toppen. Bei Farb- oder Musterwahl, Gestaltung oder Anordnung bieten Outdoor-Fliesen die größte Flexibilität. Dabei lassen sie sich sehr einfach reinigen und sind (größtenteils) beständig gegen Wind und Wetter.

Nachteile: Nicht alle Keramikfliesen sind frostbeständig – darauf sollten Sie bei der Auswahl der Fliesen also unbedingt achten. Auch die Ebenmäßigkeit des Bodens sollte vor dem Verlegen geprüft werden, um ein sauberes und einheitliches Ergebnis garantieren zu können.

Stil: Optisch passen Fliesen besonders gut zu einer modernen, cleanen Architektur, da sie eher Kühle ausstrahlen. Es kommt jedoch sehr auf die Kombination an: Gepaart mit Terrakotta-Töpfen und geschwungenen Metallmöbeln bekommt der Stil auch schnell einen mediterranen Einfluss.

Naturstein als Bodenbelag für Terrassen

Naturstein
Naturstein ist im Süden sehr beliebt

Vorteile: Naturstein bietet eine große Auswahl an natürlichen Farben und Strukturen, die mit ihrem zeitlosen und klassischen Look für lange Zeit die Terrasse schmücken können. Durch die Härte des Materials ist Naturstein außerdem dauerhaft widerstandsfähig. 

Nachteile: Naturstein ist unbehandelt und passt sich in seiner Natürlichkeit den äußeren Umständen an. Das bedeutet aber auch, dass er sich verfärben kann und zu Flecken neigt – was im Gesamtbild durchaus schön aussehen kann, aber eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Außerdem ist das Verlegen von Naturstein relativ schwer und sollte unbedingt von einem Profi ausgeführt werden.

Stil: Steinböden strahlen eine raue, kühle Natürlichkeit aus. Gerade in Ländern, in denen es sehr heiß wird, wird das Material gerne genutzt, um die Terrasse zu akklimatisieren. So passen Steinböden besonders gut zum mediterranen Stil und können in Kombination mit Holzmöbeln und bunten Kissen sehr gemütlich gestylt werden. Doch auch für Puristen eignet sich Stein – in Verbindung mit Glas und Edelstahl wird der Look klar und modern.

Beton als Bodenbelag für Terrassen

Betonboden
Moderne Terrassen mögen Beton

Vorteile: Beton ist eine kostengünstige Alternative zum Naturstein – ebenso frostbeständig und robust, aber deutlich einfacher zu verlegen.

Nachteile: Wenn Beton nicht professionell versiegelt wird, läuft er Gefahr, porös zu werden, sich zu verfärben und Moos anzusetzen. Die Versiegelung muss regelmäßig aufgefrischt werden, um die Langlebigkeit des Bodenbelags garantieren zu können.

Stil: Beton ist ein sehr moderner Baustoff, der in Kombination mit modernen Möbeln aus Glas und Edelstahl ein harmonisches Bild ergibt. Doch auch der minimalistische Zen-Stil aus Asien funktioniert gut mit Beton – zum Beispiel mit Buddha-Statuen, einem Steingarten und Miniatur-Brunnen.

19.05.2017