7 Tipps für eine schöne Gartenbeleuchtung

Wie beleuchtet man das Grün am und um das Haus herum am besten? Wie werden Bäume und Beete am stimmungsvollsten in Szene gesetzt? Hier kommen ein paar Regeln und nützliche Tipps.

  1. Mit der richtigen Beleuchtung können Sie Ihren Garten perfekt in Szene setzen 
    Setzen Sie bewusst einzelne Lichteffekte. Viele schwache Lichtpunkte sind für die Ausleuchtung des Gartens besser als wenige starke. Ein grell erleuchteter Garten hingegen wirkt langweilig und treibt nur die Stromrechnung in die Höhe.
     
  2. Verwenden Sie für die einfachste Lösung Stecklampen mit Solarzellen. Die Leuchten brauchen keinen Stromanschluss, werden einfach in den Boden gerammt – fertig.
    Wer keine Solarzellen will, muss Kabel verlegen. Idealerweise werden sie 60 Zentimeter tief im Boden vergraben, damit der Gärtner sie beim Umgraben nicht beschädigt. Achten Sie darauf, dass ein paar zusätzliche Stromanschlüsse eingeplant werden. Falls sich die Vegetation ändert, ist man mit ein paar zusätzlichen Steckdosen flexibler. Die Gartenbeleuchtung muss eine separate Stromversorgung haben, die nicht von der des Hauses abhängt. Dazu benötigt man eine separate elektrische Schaltung und Sicherung, die mindestens 25 Ampere beträgt.
     
  3. Ein paar Grundregeln für die Beleuchtung der Helden im Garten.
    a) Bäume: Um die Kronen in Szene zu setzen, werden Bäume breitstrahlend von unten beleuchtet. Die Stämme lassen sich mit Uplights betonen, die aus dem Boden einen engen Strahl nach oben werfen. Extra-Topic: Bäume lassen sich besonders gut mit Lichterketten in Szene setzen. Sie wirken besonders schön, wenn Sie sie um Äste schlingen, wodurch sie dann die Form des Baumes nachempfinden.
    b) Blumenbeete: Zur Inszenierung eignen sich flexible Strahler, die man immer dorthin setzen kann, wo es gerade blüht.
    c) Sträucher, Gräser und Farne:Die Drei kommen mit verdeckter Hintergrundbeleuchtung am besten zur Geltung. Generell gilt: Objekte und Pflanzen sollten seitlich oder von schräg unten beleuchtet werden. Das betont ihre Form optimal.
     
  4. Denken Sie an Nachtfalter, Glühwürmchen und andere nachtaktive Tiere, die durch die Beleuchtung behindert werden könnten. Ihre Orientierung kann gestört werden, da sie die Sterne nicht mehr sehen oder die Lampen für Sterne halten. Mit einigen Anpassungen können Sie vermeiden, dass Tiere Schaden nehmen. Statt Kugelleuchten sind sogenannte Full-Cut-Off-Leuchten zu empfehlen, die nach unten abstrahlen und das Streulicht auf ein Minimum reduzieren. Andernfalls gilt: Nur so viel und so lange Licht einsetzen, wie es gebraucht wird. Der Effekt lässt sich mit Bewegungsmeldern und Schaltuhren steuern. Und: Das Licht von LED-Lampen lockt weniger Insekten in die Falle, da es keine UV-Anteile hat.
     
  5. Steuern Sie das Licht auf Wunsch per Smartphone. Der Hersteller Bega hat ein System ("Bega Plug & Play") entwickelt, über das bis zu zehn Leuchten aktiviert und gedimmt werden können. Das System kommt mit einem Kleinspannungskabel (statt einem Erdkabel) aus und kann über einen Transformator an eine Steckdose angeschlossen werden.
     
  6. Extra-Tipp für eine gemütliche Atmosphäre: das leicht bewegte Licht von Kerzen und Windlichtern. Stehen sie auf dem Boden, wirken sie noch stimmungsvoller. „Tief liegende Lichter“, sagt die Hamburger Lichtplanerin Ulrike Brandi, „rufen in uns eine tiefe Resonanz hervor. Es sind Erinnerungen an das Lagerfeuer.“ Dasselbe gilt natürlich auch für Feuertöpfe.
     
  7. Achten Sie bei der Planung auch darauf, dass die Beleuchtung im Garten nicht den Nachbarn stören darf. Arbeiten Sie also am besten immer mit weichem Licht, dass möglichst nicht zu Ihrem Nachbarn herüberstrahlt.

Noch ein Tipp: Mehr zum Thema Gartenbeleuchtung lesen Sie in der aktuellen DC Homes. Dort finden Sie ein Interview mit Bernhard von Ehren, der mit seiner Baumschule Parks und Gärten in ganz Europa gestaltet.

03.04.2018