Mike Krämer im Franchise-Interview in Erfurt mit DAHLER & COMPANY

Interview mit Maik Krämer

"Es gibt Lebenszeit und es gibt ein Einkommen - und man kann nur eine Konstante verändern."

Herr Krämer, seit einigen Monaten sind Sie Lizenzpartner von DAHLER & COMPANY in Erfurt. Wie war Ihr beruflicher Werdegang zuvor?

Ich habe ganz klassisch eine Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann gemacht und einige Zeit in dem Beruf gearbeitet. Danach habe ich mich für ein BWL-Studium in Wolfsburg entschieden und für Volkswagen gearbeitet. Auf einer Berufsmesse kam ich mit Immobilien- und Consultingunternehmen ins Gespräch. Hier habe ich gemerkt, dass ich dieses „People Business“ gut beherrsche und es das ist, was ich beruflich machen möchte. Ich bin sehr kontaktfreudig und finde schnell eine gemeinsame Ebene, auf der man sich auf Augenhöhe begegnen kann.

Immobilienmakler Maik Krämer in Erfurt an seinem Arbeitsplatz
Krämers Tag beginnt mit dem Schreiben von E-Mails und der Analyse der aktuellen Marktsituation

Meine ersten Branchenerfahrungen sammelte ich bei zwei anderen großen Franchise-Immobilienmaklern im Segment der Wohn- und Investmentimmobilien. Im Laufe der Zeit machte ich mir mein eigenes Bild von den Stärken und den Optimierungspotenzialen der einzelnen Unternehmen und wechselte schlussendlich zu D&C, weil ich hier meine Zukunft sehe.

Wenn Sie vorher bereits bei zwei anderen großen Franchise-Immobilienmaklern gearbeitet haben, wieso haben Sie sich nun final für DAHLER & COMPANY entschieden? Wie erkennt man seinen perfekten Lizenzgeber?

Bereits bei den ersten Gesprächen wurde alles offen gelegt, die Erwartungen beider Seiten definiert und nachvollzogen. Wir waren einfach von Anfang an auf einem guten gemeinsamen Nenner. Es wurden alle Details sorgfältig besprochen und es gab kein „Kleingedrucktes“. Des Weiteren hat mich die Spezialisierung auf Premiumimmobilien gereizt, die hier konsequent gelebt wird.

Haben sich Ihre Hoffnungen und Wünsche bewahrheitet? Sind Sie bisher zufrieden mit der Lizenzpartnerschaft?

Ich kann dazu eigentlich nur eins sagen: Das Konzept geht auf. Meine Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche in Bezug auf D&C wurden vollends erfüllt. Natürlich gibt es Tage, an denen Probleme auftreten, aber diese werden direkt und auf kurzem Dienstwege behoben. Damit bin ich sehr zufrieden und ich fühle mich sehr gut betreut.

Immobilienmakler Maik Krämer aus Erfurt im Gespräch mit einem Kunden
Für Maik Krämer war die Spezialisierung auf Premiumimmobilien der ausschlaggebende Punkt für die Lizenzpartnerschaft

Erzählen Sie uns von Ihrem Start. Wie sahen die ersten neun Monate der Selbstständigkeit aus?

Die ersten Monate sind natürlich aufregend und spannend gewesen, da viel Neues auf mich zukam. Zum Glück stand mir für jeden Bereich ein Betreuer zur Seite, sodass ich in viele Unternehmenssegmente hereinschnuppern konnte und in allen Detailfragen kompetent von der Zentrale in Hamburg beraten wurde. In den ersten neun Monaten wurde so beispielsweise ein spezifischer Marketingplan für meinen Standort erarbeitet, die Produktion und Erstellung von Marketingmaßnahmen koordiniert und betreut, ich wurde in allen wirtschaftlichen Themen rund um die Lizenzpartnerschaft und die Neugründung beraten und habe außerdem Fortbildungen mit Experten aus der Immobilienbranche in der Dahler-eigenen Real Estate School absolviert. Die Zentrale hat mir dabei viele wesentliche Dinge abgenommen, sodass ich mich bereits in den ersten Monaten um die Akquise und den Verkauf von Objekten kümmern konnte.

Wie hat DAHLER & COMPANY Sie in der Anfangsphase unterstützt? Welche Hilfestellungen empfanden Sie als besonders nützlich?

Ich wurde sowohl vom Lizenzmanagement, als auch von den Mitarbeitern aus der On- und Offlinemarketingabteilung persönlich betreut. In den ersten Monaten wurde mir viel Arbeit abgenommen, sodass ich mich voll und ganz auf mein Kerngeschäft und den Aufbau der Marke DAHLER & COMPANY in Erfurt konzentrieren konnte. Angefangen bei der Auswahl von Instrumenten, die das Unternehmen seinen Lizenzpartnern bietet, bis hin zur Erstellung eines Rahmenplans für die ersten drei Monate. Trotz der darin aufgeführten täglichen To-dos findet sich dank der professionellen Unterstützung noch die Zeit, Immobilien zu akquirieren, zu bewerten, für den Verkauf frei zu geben und zu vermitteln. Auf diese Weise konnte ich umgehend operativ starten, während die Corporate Identity, sprich Website, Organisation, Personalplanung und viele weitere Faktoren schon aufgebaut waren. In kürzester Zeit konnte ich Immobilien an den Markt bringen und nach vier Wochen schon meinen ersten Verkauf über DAHLER & COMPANY abwickeln. Die Kundenzufriedenheit war ebenfalls von Anfang an gegeben.

Mike Krämer
In der Selbstständigkeit gibt es keinen Feierabend - für Maik Krämer stellt das kein Hindernis dar

Wie wird DAHLER & COMPANY auf Kundenseite wahrgenommen?

Mit DAHLER & COMPANY verbinden die Kunden Kompetenz und Premiumqualität. Diese schlägt sich auch in dem Beratungsniveau nieder. Das konnte ich in puncto Akquise, Auftritt und Erstgesprächen bereits nach kurzer Zeit feststellen. Wir schaffen es einfach, in allen Hinsichten zu liefern und das merken die Kunden. Das ist kein Selbstläufer, man muss schon etwas dafür tun, das ist klar, aber trotzdem kann ich mich einfach nur wiederholen: Das Konzept geht auf. Und ich habe das Gefühl, als Lizenznehmer alles richtig gemacht zu haben.

Ist es für Sie ausschlaggebend, ein Teil einer großen Marke zu sein? Ist es die Lizenzgebühr wert?

Ein wichtiger Faktor für die Lizenzpartnerschaft ist, dass wir unsere Werte und die Farbe leben. Es trägt dazu bei, sich täglich immer etwas verbessern zu wollen, um ein hohes Beratungsniveau gewährleisten zu können. Wenn man wirklich auf sich alleine gestellt ist, hat man derartige Vergleichsmöglichkeiten nicht. Man misst sich auch an den anderen Standorten – natürlich abhängig von den jeweiligen Marktgegebenheiten. Die Marke wächst und man wächst mit und über sich hinaus. Das Zugehörigkeitsgefühl ist sehr stark. Ich sehe mich einfach als Teil von einem großen Ganzen.

Die Lizenzgebühr finde ich darüber hinaus sehr fair. Sie wird offen kommuniziert und es gibt keine versteckten Kosten. Ich würde es jederzeit nochmal machen.

Wie hat sich die Nachfrage in Erfurt in den letzten Jahren entwickelt? Welche Objekte und Lagen sind heute besonders begehrt?

Die Entwicklung von Erfurt ist sehr spannend. Wir haben aktuell einen sehr geringen Leerstand, der unter 3 % liegt. Vor fünf bis zehn Jahren wurde im Stadtkern alles saniert und es herrschte, wie man früher sagte, eine Stadtflucht. Die Menschen sind alle in den Vorort gezogen. Jetzt drängen die Menschen zurück in die Stadt und der Lebensraum wird immer knapper. Außerdem wird immens viel gebaut und viele Baulücken werden geschlossen. Insbesondere die Nachfrage nach Eigentumswohnungen steigt fortlaufend.

Zu den beliebten innerstädtischen Lagen gehören nach wie vor eindeutig Erfurt-Süd, Erfurt-West und die Altstadt. Viele gebürtige Erfurter kommen aus ihren alten Bundesländern zurück oder entscheiden sich hier für einen Zweitwohnsitz. Es wurden in vergangener Zeit Spitzenpreise am Markt erzielt, aber trotzdem hat Erfurt noch einiges aufzuholen gegenüber den alten Bundesländern.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Welche Tätigkeiten bringen Ihnen die meiste Freude?

Ich bin meist um 9 Uhr im Büro und checke die erste halbe Stunde meine Mails und plane den Tag. Dann werden neue Angebote bzw. Anfragen von Kunden beantwortet, bevor es zu Akquiseterminen und Kundengesprächen vor Ort geht. Ab dem Mittag fällt dann die Nachbereitung und Dokumentation an. Dieser grobe Tagesablauf kann sich aber auch mit einem Anruf oder einer Mail komplett drehen. Das macht jeden Arbeitstag individuell und spannend – ein gesunder Mix zwischen Büro und dem Kontakt mit dem Kunden.

Krämers erster Verkauf: Eine exklusive Wohnung in einer Gründerzeitvilla

Regelmäßige Arbeitszeiten, freie Wochenenden, ein fixes Gehalt jeden Monat und bezahlter Urlaub - was spricht für Sie für die Selbstständigkeit anstelle eines Angestelltenverhältnisses?

Es gibt Lebenszeit und es gibt ein Einkommen und man kann nur eine Konstante verändern. Alles hat seine Vorteile. Es gibt einen Typ Mensch, der nicht dafür geeignet ist bzw. nicht jeder ist dafür geschnitzt. Es ist einfach ein anderes Lebensgefühl. Ich bin zwar nicht verpflichtet, jeden Tag Vollgas zu geben, aber ich würde mich immer wieder dafür entscheiden. Ich könnte nicht mehr zurück rudern.

Herr Krämer, was treibt Sie morgens aus dem Bett? Was motiviert Sie?

Allem voran ist es der Gedanke daran, dass ich ein Unternehmen aufbauen möchte – und von nichts kommt nichts. Viele müssen sich erst einmal überlegen, was dieser Spruch bedeutet, denn wir sagen es viel zu oft. Ich kann mir abends gerne etwas wünschen, aber wenn ich es nicht aktiv umsetze, dann passiert auch nichts. Wenn ich etwas sage, dann mache ich das auch. Die Vorstellung, ein Unternehmen mit Wiedererkennungswert zu schaffen, treibt mich tagtäglich an. Ich möchte irgendwann rückblickend sagen können: „Das habe ich geschaffen!“. Der Beruf ist meine Passion bzw. die Tätigkeit, die ich schon immer machen wollte.

Ein kleines Stück Freizeit: Die Lieblingsbratwurst in der Mittagspause

Wie sieht eigentlich Ihre Traumimmobilie aus?

Ich hatte schon viele unterschiedliche Vorstellungen, tendiere aber ehrlich gesagt zu einem Haus am See. Da ich die Ruhe sehr genieße, auf jeden Fall ein freistehendes Haus mit einem guten Ausblick, vielleicht auch in einem Vorort. Ich habe mir darüber allerdings noch nie wirklich konkrete Gedanken gemacht, da ich tagtäglich so viele schöne und spannende Objekte sehe.

Können Sie so nett sein und uns Ihre wertvollsten Praxistipps für andere Franchisenehmer und solche, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Wichtig ist, sich der Sache hinzugeben. Man sollte alle Ängste auf einen Zettel schreiben, zusammen knüllen und wegwerfen. Darüber hinaus hilft es natürlich, das vorhandene Netzwerk zu nutzen und die anderen Shops persönlich zu besuchen, um sich mit anderen Lizenzpartnern auszutauschen. Auch auf der jährlichen Tagung aller Lizenzpartner habe ich mit vielen Partnern gesprochen und keiner bereut den Schritt in die Lizenzpartnerschaft.

Zum Abschluss Hand aufs Herz: In welchen Momenten lieben Sie Ihre Selbstständigkeit und gibt es solche, in denen Sie diese verfluchen?

Es war in allen Punkten die komplett richtige Entscheidung und ich verfluche nichts davon. Anfangs wurde ich privat nicht so unterstützt, sondern eher belächelt. Ich bin sehr unerschrocken, aber mache mir natürlich trotzdem meine Gedanken. Ich habe die Entscheidung dann einfach getroffen, weil ich ein gutes Bauchgefühl bei Dahler und auch in Hinblick auf die Selbständigkeit hatte. Es gab viele, die es nicht nachvollziehen konnten, warum ich meine vorherige Arbeitsstelle verlassen und diesen Schritt gewagt habe. Mittlerweile hat sich das komplett gedreht!

22.08.2017