Wie finde ich ein Baugrundstück?

Wer ein Haus bauen möchte, braucht zuerst das passende Baugrundstück. Das ist oft gar nicht so einfach zu finden, denn der eigene Grund und Boden sollte über einen angemessenen Preis sowie eine gute Lage verfügen

Prinzipiell lässt sich zwischen verschiedenen Grundstücksarten differenzieren. Dies ist besonders wichtig bei der Auswahl des eigenen Baugrundstückes. 

  • Bauland: Ein Grundstück kann rechtlich erst dann als Bauland bezeichnet werden, wenn es ausdrücklich und unmissverständlich in einem Bebauungsplan oder wegen seiner Lage im Innenbereich als Bauland ausgewiesen ist.
  • Bauerwartungsland: In der Umgangssprache versteht man unter Bauerwartungsland solche Grundstücke, bei denen in Zukunft mit einer Bebaubarkeit zu rechnen ist.
  • Landwirtschaftlich genutzte Flächen: Die landwirtschaftlich genutzte Fläche umfasst alle landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen wie Ackerland oder Grünland.

Für das eigene Bauvorhaben ist insbesondere das Bauland bzw. der Bauplatz relevant. Hier muss unterschieden werden zwischen dem tatsächlichen Bauland und dem sogenannten Bauerwartungsland. Während auf dem Bauland zweifelsfrei gebaut werden kann, steht beim Bauerwartungsland die Entscheidung, ob das Grundstück bebaut werden kann, noch aus. Die Entscheidung kann durchaus einige Jahre auf sich warten lassen.

Kommunen als größter Anbieter von Baugrundstücken

Ein geeignetes Baugrundstück zu finden, ist häufig schwieriger als anfangs erwartet

Der größte Anbieter von Bauplätzen sind nach wie vor Städte und Gemeinden, da sich kommunale Grundstücke häufig in ihrem Besitz befinden. Wenn beim zukünftigen Grundstückseigner also bereits genaue Vorstellungen über die Lage des Grundstücks vorhanden sind, dann sollte die Internetpräsenz der entsprechenden Kommune besucht werden. Neben Städten und Gemeinden befindet sich viel Grundbesitz auch in der Hand von Kirchen - eine kurze Nachfrage klärt über das derzeitige Angebot auf.

Eine weitere Anlaufstelle sind sogenannte Bauträger. Diese verschaffen dem Erwerber das Eigentum an einem Grundstück und an dem Gebäude, welches sich darauf befindet. Dadurch grenzen sie sich ab vom Bauunternehmer, der auf einem Grundstück baut, welches sich bereits in Besitz des Baulöwen befindet.

Immobilienmakler helfen oft weiter bei der Suche nach Baugrundstücken

Gute Makler stehen künftigen Häuslebauern bei der Suche nach dem passenden Grundstück zur Seite. Sie kennen sowohl den Markt als auch das Baurecht.

Bei Grundstückssuche und -kauf ist mit weit mehr Kosten zu rechnen als dem reinen Grundstückspreis. Hinzu kommen oft weitere Kosten für:

Ein wenig aufwendiger, aber oft Erfolg versprechend sind Spaziergänge in dem Gebiet, wo das Eigenheim einmal stehen soll. Auf solchen Streifzügen sind auch Menschen in der Nachbarschaft eine hervorragende Informationsquelle. Wer durch Zufall ein solches Grundstück gefunden hat, sollte dies am besten umgehend vor Ort unter die Lupe nehmen.

15.08.2018