Interview mit Joy-Patrick Vellguth und Stephan Körner

Erfahren Sie mehr über die Werdegänge von Herrn Vellguth und Herrn Körner sowie ihre Erfolgsgeschichte als Lizenzpartner bei DAHLER & COMPANY.

Stephan Körner und Joy Patrick Vellguth
Joy-Patrick Vellguth (r.), Jahrgang 1970, führt den DAHLER & COMPANY-Shop in Winterhude seit 2012 gemeinsam mit Stephan Körner (l.), Jahrgang 1979

Wann sind Sie Immobilienmakler geworden?

Joy-Patrick Vellguth: Bereits seit 1992 beschäftige ich mich mit dem Vertrieb und der Erstellung von Immobilien. Begonnen habe ich damals mit der Umnutzung von Resthöfen zu Eigentumswohnungen als „kleiner“ Bauträger, direkt nach meiner Ausbildung als Handelsassistent. Von dort aus wechselte ich in den Vertrieb. So konnte ich die wichtigsten Bereiche in der Immobilienbranche mit all ihren Facetten schon früh kennenlernen. Auf die technischen Fachkenntnisse, die ich als Bauträger erlangt habe, greife ich auch heute noch oft zurück. 
Stephan Körner: Meine Ausbildung zum Immobilienkaufmann liegt bereits 15 Jahre zurück. Ich habe jedoch direkt danach erst einmal für viele Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet. Nach Australien, Panama, Neuseeland und Südfrankreich zog es mich aber wieder in die Hanseatische Heimat. 2007 bin ich in die Hamburger Immobilienbranche zurückgekehrt und hab damals übrigens auch in dieser Filiale mit meiner Tätigkeit begonnen.

Was reizt Sie an diesem Beruf?

Vellguth: Das Grundbedürfnis nach einem Zuhause besteht in jedem Menschen. In meinem Beruf kann ich meinen Kunden dieses Anliegen erfüllen, führe sie zu ihren „eigenen vier Wänden“ und bringe sie mit ihrer Traumimmobilie zusammen. Darin liegt für mich der Reiz. Außerdem: Unser Lizenzgebiet aus dem Effeff zu kennen und sich von den „Glücksrittern“, besonders aber auch von Mitbewerbern abzusetzen. Davon profitiert letztendlich der Kunde.

Warum haben Sie entschieden, sich mit einem eigenen Büro selbstständig zu machen?

Körner: Den Wunsch eine eigene Filiale zu führen, hatte ich schon lange. Über die Jahre hinweg gewinnt man viele Erfahrungen über die Besonderheiten der Branche, die Kommunikation mit Kunden und Eigentümern, Personalangelegenheiten, Vermarktungsstrategien usw. Die Selbstständigkeit war für uns der einzige Weg, vieles umzusetzen und zu verbessern, was uns vorher nicht möglich war.

Ist der Schritt, Lizenzpartner zu werden, ein bewusster Schritt, um sich auf dem überschwemmten Markt von Maklern abzusetzen?

Vellguth: Ja, ganz klar. Die Chance auf Erfolg ist eher gegeben, wenn man Teil eines großen Unternehmens ist und sich nicht alleine auf dem hart umkämpften Markt behaupten muss. Dahler & Company als Lizenzpartner öffnet einem die Türen, überzeugen kann man jedoch heutzutage nur mit der richtigen Mischung aus Sympathie und Know-how. Mein Partner und ich hatten bereits als Angestellte für das Unternehmen gearbeitet. Deshalb war uns das System bekannt. Im Vergleich zu anderen Lizenzsystemen passte es am besten zu unseren Vorstellungen. Auch die Pläne und Ziele von Dahler & Company gefallen mir sehr gut. Ich denke, dies sind die besten Rahmenbedingungen, um einen gemeinsamen Weg einzuschlagen.

Gibt es Änderungen, die Sie sich hinsichtlich des Berufsbildes des Immobilienmaklers wünschen? Es gibt Kritik daran, dass es keine staatlichen Prüfungen gibt und sich theoretisch jeder als Immobilienmakler bezeichnen kann. 

Körner: Natürlich wünsche ich mir als Mindestvoraussetzung für Berufseinsteiger eine Immobilienausbildung oder eine Zulassungsprüfung wie zum Beispiel in England. Dass eine Schufa-Auskunft und ein Führungszeugnis ausreichen, um einen Maklergewerbeschein zu erhalten, ist nicht richtig. Es suggeriert, dass man in dem Beruf nicht viele Voraussetzungen braucht, um Erfolg zu haben. Aber das ist falsch. Auch wir bilden uns stetig weiter und besuchen entsprechende Schulungen und Seminare. Derzeit absolvieren wir die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt.

Wie empfanden Sie die ersten drei Monate Ihrer Selbständigkeit?

Vellguth: Aufregend! Die Filiale Außenalster-Ost besteht bereits seit 2005- als Lizenzpartner haben wir Ende 2012 die Geschäfte übernommen Auch wenn wir schon lange in der Branche tätig sind und das Produkt Immobilie gut kennen, kamen als Geschäftsführer neue Aufgaben auf uns zu: Personalführung, Marketing und administrative Tätigkeiten konnten jetzt nach unseren Vorstellungen umgesetzt werden. Da bekommt man noch einmal ganz neue Einblicke wenn man selbst am Ruder steht – wir haben nun schon viel erreicht und freuen uns auf die Zukunft.

Warum haben Sie sich für den Standort Außenalster-Ost entschieden?

Körner: Winterhude, Uhlenhorst, St. Georg, Alsterdorf – das ist unser Revier! Unser Lizenzgebiet zählt zu den Interessantesten in ganz Hamburg und ist stetig im Wandel. Auch die Stadtteile Barmbek, Eilbek und Marienthal werden immer beliebter. Ebenso reizt die Vielfalt der Immobilien: Vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur mondänen Altbauwohnung, vom eleganten Neubau bis zum luxuriösen Stadthaus an der Alster befindet sich eine breitere Auswahl in unserem Portfolio als an anderen Standorten. Insbesondere Anlageobjekte und Zinshäuser sind bei uns sehr gefragt.

Wie läuft der Luxusimmobilienmarkt in Hamburg?

Vellguth: Die Kaufkraft in Hamburg ist nach wie vor vorhanden, allerdings konnten wir zum Jahresbeginn ein „Verschnaufen“ auf hohem Niveau feststellen. Top-Immobilien in guten bis sehr guten Lagen erzielen Spitzenpreise zu jeder Zeit. Auch wenn Ausnahmeobjekte teilweise bereits nach kürzester Zeit den Besitzer wechseln – die Vermarktungszeiten für Luxusimmobilien haben sich insgesamt wieder etwas verlängert.

Wie wird der Luxusimmobilienmarkt in Zukunft in Hamburg aussehen?

Körner: Besonders im Bereich der Neubau-Luxusimmobilien müssen die Standards angepasst werden, um die Wünsche der Käufer zu erfüllen. Hier wird anderenorts, gerade aber auch im europäischen Ausland schon wesentlich mehr geboten. Die Anforderungen an Ausstattung, Design und technische Finessen steigen stetig – auch im oberen Preissegment der Bestandsimmobilien. Inspiriert von internationalen Wohntrends wird schon jetzt eine steigende Anzahl von Immobilien nach dem Kauf grundlegend umgebaut. Namenhafte Architekten werden immer öfter zur Gestaltung der individuellen Wohnwünsche hinzugezogen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Körner: Unsere Empfehlungen und Folgeaufträge stimmen uns sehr positiv, dass unsere Arbeit gut ankommt und so wollen wir unsere Referenzen für Service, Know-how und individuelle Betreuung natürlich weiter ausbauen. Unser Netzwerk wächst stetig und die Betreuung von Investoren, Kapitalanlegern und Bauträgern wird neben dem Verkaufs- und Vermietungsgeschäft noch weiter in den Fokus rücken.

Wie haben Sie sich auf den Schritt zur Selbstständigkeit vorbereitet? 

Vellguth: Sowohl als Bauträger, Kaufberater und Büroleiter konnte ich bereits viel Erfahrung sammeln und das ist wohl auch die beste Vorbereitung, die man haben kann. In die neuen Aufgabengebiete muss man sich jedoch selbstständig einarbeiten. Die Selbstständigkeit war für uns die logische Konsequenz aus unserer langjährigen Tätigkeit im Hamburger Markt. Wann man letztendlich soweit ist? Das spürt man dann schon. Den letzten Schritt muss man letztendlich selbst machen und es einfach wagen. Da nützt sonst auch keine Vorbereitung.

Welche Tipps geben Sie Maklern, die sich selbstständig machen wollen? Was sollten sie beachten?

Körner: Zunächst sollte man das Zielgebiet sehr gut kennen und sich tiefgehende Marktkenntnisse erarbeiten. Den richtigen Marktpreis findet man nur, wenn man über das Angebot und Verkaufsfälle der Vergangenheit bestens informiert ist – Immobilien richtig einzuwerten ist die Königsdisziplin in unserem Beruf. Die Aufgaben und Tätigkeiten als selbstständiger Makler sind umfassender als man zunächst vermutet und man sollte Spaß und eine Affinität für alle Facetten mitbringen. Das fängt bei guten Objektfotos an, geht über Pressearbeit, organisatorische und kreative Aufgaben bis zu Charity- und Promotionevents. Ansonsten sind auch eine starke Marke und ein guter finanzieller Hintergrund kein Garant für Erfolg, denn das Makeln sollte mehr als nur ein Job sein.

Was entgegnen Sie Leuten, die Makler als „Abzocker“ bezeichnen?

Vellguth: Leider ist die Berufsgruppe nicht vor solchen gefeit. Aber viele Kaufinteressenten, Verkäufer und Mieter haben viele wichtige Fragen, denen es qualifizierter Antworten bedarf. Kunden erkennen und wissen es zu schätzen, wenn Makler qualifiziert beraten. Dann sind sie auch bereit die Courtage zu zahlen.

Wie schätzen Sie den Luxusimmobilienmarkt in Deutschland allgemein ein?

Körner: Der Luxusimmobilienmarkt in Deutschland wird sich weiterhin auf die Metropolregionen konzentrieren, Hamburg wird als Standort immer interessanter. Die Nachfrage Internationaler Kunden wird weiter anziehen.

24.11.2016