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Was bedeutet das Halogenleuchtenverbot für Verbraucher?

Seit dem 1. September 2018 hat die EU-Kommission die Produktion von Halogenleuchten verboten. Welche Alternativen gibt es für Endverbraucher?

Sechs Jahre nach dem Produktionsstop der Glühlampe, ist auch die Halogenlampe seit dem 1. September 2018 vom europäischen Markt verschwunden. Laut EU-Kommission eine längst überfällige Entscheidung, die bereits 2016 hätte in Kraft treten sollen. 

LED als Alternative zur Halogenlampe

led lampe
LED als Alternative zur Halogenlampe

Endverbraucher sollten auf Energiesparlampen oder auf LEDs setzen. Im Vergleich zu Glühbirnen und Halogenlampen haben diese eine weit höhere Lichtausbeute und sparen Strom. Energiesparlampen brennen laut Deutscher Energieagentur in der Regel etwa 6.000 bis 15.000 Stunden, LEDs sogar bis zu 1000.000 Stunden.

Kosten LEDs mehr Geld als Halogenlampen?

Noch sind LEDs etwas teurer als Halogenlampen. Die Mehrkosten hat man allerdings schnell wieder drin. Der BUND rechnet vor, dass eine Halogenlampe inklusive Anschaffung bei täglicher Brenndauer von drei Stunden über zehn Jahre hinweg Kosten von rund 160 Euro verursacht. Bei einer LED sind es gerade mal 28 Euro. Daher gilt es als empfehlenswert, die Birnen aufgrund der höheren Kosten auch Zuhause auszutauschen.

Was passiert mit den Halogenlampen im Handel?

Die meisten Modelle verschwinden. Restbestände dürfen jedoch noch verkauft werden. Hochvolt-Halogenlampen dürfen nicht mehr hergestellt werden, Niedervolt-Halogenlampen für eine Spannung von 12 Volt nur noch, wenn sie mindestens Effizienzklasse B aufweisen. Auch Halogenlampen mit den Sockeln R7s und G9 sind in der Effizienzklasse C weiter erhältlich, da es noch keinen Ersatz gibt. 

Wie ersetze ich Halogenlampen durch LEDs?

Für die gängigen Sockel E14 und E27 gibt es Energiesparlampen und LEDs mit entsprechenden Gewinden. Zudem ist wichtig zu wissen: Watt ist die wichtigste Kennzahl bei Halogenlampen, die für die Helligkeit der Leuchtquelle stand. Weit verbreitet waren 40-, 60- und 100-Watt-Glühbirnen. Für LED und Energiesparlampe ist aber die Einheit Lumen (lm) die wichtige Information. Als Faustregel gilt: Etwas mehr als zehn Lumen entsprechen etwa einem Watt. Will man eine 40-Watt-Glühbirne ersetzen, wählt man also ein Energiesparmodell mit 470 Lumen. Circa 800 Lumen stehen für eine 60-Watt-Glühlampe, bei 100 Watt sind es 1400 Lumen.

Vorteile der LED Leuchte

Insgesamt sind LED Leuchten in jedem Fall eine gute Wahl - ganz egal, ob im Hinblick auf den Kostenfaktor, die Energieeffizienz oder das Nutzungsspektrum. Zwar sind die Kosten einer LED Leuchte in der Regel etwas höher, allerdings ist die Nutzungsdauer dafür enorm: LEDs brennen bis zu 100.000 Stunden, lassen sich dimmen und verbrauchen zudem einen Bruchteil der Energie einer Glühbirne - bis zu 90% werden eingespart, was auf lange Sicht eine enorme Kostenerleichterung mit sich bringt. Ein weiterer klarer Vorteil gegenüber der klassischen Energiesparlampe ist, dass die LED schon ab der ersten Sekunde nach dem Einschalten die volle Helligkeit bieten, wenn man sie gerade nicht dimmt- während die Energiesparlampe fast eine Minute oder sogar länger braucht, bis sie richtig hell ist. Weiterhin kommen keine giftigen Stoffe wie Quecksilber oder Blei in den Leuchten vor, was für den ökologischen Aspekt von enormer Bedeutung ist und sie zum klaren Gewinner gegenüber Halogenstrahlern oder Glühbirnen macht.

16.09.2018 Artikel-ID: 84980