Das alles ändert sich im Jahr 2021

Auch in diesem Jahr kommen erneut einige Änderungen in der Immobilienbranche auf uns zu. 

Anträge für Baukindergeld länger möglich

Beim Baukindergeld handelt es sich um einen staatlichen Zuschuss von EUR 1.200,- pro Jahr und Kind, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Förderung wird über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgezahlt. Ursprünglich galt der 31. Dezember 2020 als Stichtag der Beantragungsfrist. Diese wurde nun um insgesamt 3 Monate verlängert. Ausgeschlossen sind Familien, die mehr als EUR 90.000,- im Jahr verdienen.

Neue Verteilung der Maklerprovision

Eine der wohl einschneidendsten Änderungen ist das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Wer eine Immobilie erwerben möchte, muss demnach zukünftig nur noch maximal die Hälfte der Maklerprovision zahlen. Diese Regelung gilt bereits seit dem 23. Dezember 2020. Damit sollen auch Verkäufer in die Pflicht der Maklerprovision genommen und Käufer somit entlastet werden. Kommt es daher zu einer einvernehmlichen Beauftragung des Maklers, werden die anfallenden Kosten automatisch geteilt, wodurch jede Partei die Hälfte der Provision zahlen muss. Ziel der Bundesregierung ist es damit die Kaufnebenkosten zu senken und die Bildung von Wohneigentum zu erleichtern. 

Verbesserte Wohnungsbauprämie

Sowohl die Wohnungsbauprämie als auch die entsprechende Einkommensgrenze werden deutlich erhöht. Die Förderung soll dabei helfen, eine eigene Immobilie erwerben zu können und unterstützt dabei potentielle Bausparer, das Eigenkapital als Grundstock für die eigenen vier Wände anzusparen. Wichtig zu wissen ist, dass es sich dabei um einen staatlichen Zuschuss handelt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Wohnungsbauprämie fördert als Zuschuss zum Bausparvertrag jeden, der ein Eigenheim bauen, kaufen oder renovieren möchte. Dafür müssen allerdings bestimmte Kriterien erfüllt werden. 

Grundsätzlich kann man festhalten, dass die Wohnungsbauprämie jeden fördert, der in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig und mindestens 16 Jahre alt ist. Des Weiteren müssen Sie in Form eines Sparvertrags, in dem Sie mindestens EUR 50,- pro Jahr einzahlen, Eigenkapital ansparen, um eine Wohnimmobilie zu kaufen, zu bauen oder zu renovieren. Zu guter Letzt darf Ihr zu versteuerndes Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Diese Einkommensgrenzen sowie die Prämie selbst werden ab 2021 jedoch deutlich angehoben.

Derzeit darf das jährlich zu versteuernde Einkommen nicht mehr als EUR 25.600,- überschreiten. Bei Verheirateten oder eingetragenen Lebenspartnern liegt die Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie doppelt so hoch. Ab 2021 werden diese Einkommensgrenzen jedoch deutlich angehoben: Alleinstehende dürfen ein zu versteuerndes Einkommen von jährlich maximal EUR 35.000,- haben, Verheiratete beziehungsweise eingetragene Lebenspartner auch hier das Doppelte. 

10.12.2020 Artikel-ID: 92189