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Wie Sie Kratzer und Druckstellen im Holz ausbessern können

Im Laufe der Zeit zeigen sich auf Echtholzparkett sowie an Holzmöbeln Gebrauchsspuren und Kratzer. Auch Fenster, Türen und Fußleisten kommen nicht unbeschadet davon. Doch zum Glück lässt sich dagegen etwas tun 

Hierzu bieten sich bewährte Hausmittel an oder spezielle Produkte zum Füllen und Verspachteln. Auch zum Ausgleichen von Unebenheiten gibt es extra für diesen Zweck geeignete Materialien.

Diese Hausmittel helfen bei Kratzern im Holz

Kleine Kratzer im Holz können mit einer Mischung aus Zitronensaft und Pflanzen- oder Olivenöl behandelt werden. Dazu sollte beides zu gleichen Teilen gemischt werden. Anschließend wird das Holz mit einem weichen Tuch in Verlaufsrichtung des Kratzers eingerieben. Achtung: Es darf kein Mikrofasertuch benutzt werden, da dieses die Oberfläche beschädigen könnte. 

Kratzer im Holz können schnell ein unschönes Bild abgeben 

Kratzer in dunklem Holz können ganz leicht durch Einreiben mit starkem Kaffee kaschiert werden. Weitere hilfreiche Hausmittel sind Walnusskerne oder Walnussöl. Kleinere Dellen, die durch schwere Möbelstücke oder heruntergefallene Gegenstände entstanden sind, sollten mit etwas Wasser aus einem Schwamm beträufelt werden und anschließend mit einem Tuch abgedeckt und vorsichtig gebügelt werden. Der Vorgang sollte so lange wiederholt werden, bis das Holz so weit gequollen ist, dass der Schaden kaum noch zu erkennen ist.

Bei tieferen Kratzern im Holz helfen Spachtelmassen aus dem Baumarkt

Sind bereits kleinere Risse oder Löcher sichtbar, muss etwas mehr Arbeit investiert werden. Hier gibt es verschiedene Spachtelmassen in überstreichbarem Weiß oder in Holztönen wie Eiche oder Kiefer, die sich unterschiedlich dick auftragen lassen (bis zu 5 mm). 

Die Anwendung ist einfach: Zunächst muss die Oberfläche mit Schleifpapier angeraut und der daraus entstandene lose Schmutz entfernt werden. Anschließend wird die anwendungsfertige Masse mit einem kleinen Spachtel sorgfältig auf die entsprechende Stelle aufgetragen. Je nach Breite des Lochs oder Risses muss das Material dabei sowohl in die Länge als auch in die Breite eingearbeitet und dann möglichst glatt abgezogen werden. Hierbei muss unbedingt die maximale Schichtdicke beachtet werden. Die überschüssige Spachtelmasse anschließend vorsichtig abziehen und je nach Herstellerangaben mehrere Stunden trocknen lassen. Eventuelle Unebenheiten oder Ränder werden mit feinem Schleifpapier glattgeschliffen. Anschließend die Holzoberfläche behandeln, z.B. ölen oder lasieren. Bei größeren Schäden etwa durch Holzfäule empfiehlt sich ein Zwei-Komponenten-Produkt.

25.08.2019 Artikel-ID: 84822