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Heiß begehrt - Sauna für zu Hause

Auszeit vom Alltag: Immer mehr Menschen wünschen sich eine Sauna für das eigene Heim. Dabei stehen sie vor einer großen Auswahl verschiedener Saunavarianten – von klassisch bis modern.

Das bekannteste finnische Wort? Eindeutig „Sauna“. Schließlich gelten die Nordlichter als die unangefochtenen Schwitzbadweltmeister. Doch die Urform der Sauna stammt aus dem Osten Asiens. Archäologische Funde belegen, dass Menschen bereits vor Tausenden von Jahren die wohltuende Wärme zu schätzen wussten. Damals gruben sie Erdlöcher, legten erhitzte Steine hinein und deckten die Gruben mit Zweigen ab, um die Wärme zu speichern.

Stilvoll schwitzen

Heute wie damals gilt: Ein Saunabesuch tut Körper und Seele gut. So sollen regelmäßige Heißbäder die Abwehrkräfte in Schwung bringen und verspannte Muskeln lockern. Relativ jung jedoch ist die Vielfalt an Ausstattungsvarianten, die sich Saunafans nach Hause holen können. Zum einen gibt es Indoor- und Outdoor-Modelle, die also entweder im Haus oder draußen im Garten ihren Platz finden. Zum anderen unterscheiden Fachleute zwischen der Element- und der Massivholzsauna. Erstere besteht in der Regel aus vorgefertigten Teilen in einem Materialmix aus Holz, Metall und Dämmstoffen. Ihr großer Vorteil: Sie kann schnell auf- und abgebaut werden – praktisch etwa bei einem Umzug. Eine Massivholzsauna dagegen wird aus Holzbohlen gefertigt. Im Gegensatz zur Elementsauna ist hier keine künstliche Isolation erforderlich. Weiteres Plus sind die angenehme Wärmespeicherung und das charakteristische Waldaroma, das die Bohlen bei Hitze verströmen. Ist die Wahl für das Modell gefallen, gilt es, sich für eine Saunavariante – von der finnischen bis zur Biosauna – zu entscheiden. Doch egal, ob Wellnessbegeisterte es mild-feucht oder trocken-heiß bevorzugen, das Wärmebad soll eine besondere Kraft fördern, sagen die Finnen. Sie haben sogar ein eigenes Wort dafür: „Sisu“ – der wohl zweitwichtigste Ausdruck aus dem hohen Norden.

Beliebte Saunavarianten

Finnische Sauna

Typisch für den Klassiker ist die hohe Temperatur von 80 bis 100 Grad Celsius und eine geringe Luftfeuchtigkeit, die zwischen zehn und 30 Prozent liegt.

Biosauna

In der Biosauna lässt es sich bei angenehmen 40 bis 60 Grad und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent relaxen – perfekt für alle, die ihren Kreislauf schonen möchten.

Dampfsauna

Feiner Wassernebel umhüllt Entspannungssuchende in der Dampfsauna, die mit Temperaturen von 45 bis 55 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent aufwartet.

Infrarotsauna

Diese Variante erzeugt Wärme durch Infrarotstrahler. Kurz- und mittelwellige Infrarotstrahlung hat den Vorteil, tiefer in die Hautschichten einzudringen und somit den Kreislauf zu stimulieren, ohne ihn zu sehr zu belasten. Da die Temperatur in dieser Sauna vergleichsweise niedrig ist, eignet sie sich auch gut für ältere Menschen und Kinder.

Gut zu wissen

Warum ist Saunieren so gesund?

Ein Saunagang regt das Immunsystem an, die Anfälligkeit für Infekte sinkt. Die Gründe: Schleimhäute wie die im Hals-Nasen-Bereich werden besser durchblutet und immunologische Abwehrmechanismen gestärkt. Außerdem lindert die Wärme Schmerzen, etwa bei Rheuma oder Arthrose, fördert die Beweglichkeit der Gelenke und senkt den Blutdruck.

Wie oft sollte ich in die Sauna gehen?

In der Regel wirkt das Saunabad noch einige Tage nach. Daher empfehlen Medizinerinnen und Mediziner ein bis zwei Besuche pro Woche – es kommt also auf die Regelmäßigkeit an.

Worauf muss ich beim Saunagang achten?

Am Anfang steht die Reinigungsdusche. Wichtig: sich gut abtrocknen, da Nässe auf der Haut das Schwitzen erschwert. Die Verweildauer in der Sauna richtet sich nach dem persönlichen Empfinden, sollte jedoch höchstens 15 Minuten betragen. Wer sich während des Hitzebads hingelegt hat, sollte sich vorm Verlassen für ein bis zwei Minuten aufsetzen. Nach der Wärme heißt es abkühlen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: an der frischen Luft, kalt duschen oder kalte Güsse. Saunafans ohne Bluthochdruck können auch das Tauchbecken nutzen. Nun folgt eine Ruhezeit, idealerweise ist sie so lang wie die Hitzephase. An diese schließt sich ein zweiter und eventuell dritter Saunagang an. Zum Abschluss folgt eine etwas längere Ruhephase.

Wie sieht es mit Essen und Trinken aus?

Eine leichte Mahlzeit ein bis zwei Stunden vor dem Saunabesuch ist sinnvoll, um zum einen die Verdauung nicht zu sehr zu belasten und zum anderen einer Unterzuckerung vorzubeugen. Schwitzen in der Sauna führt zu einem Flüssigkeitsverlust. Gesunde Menschen müssen vor und während des Saunierens nichts trinken, sollten jedoch nach dem letzten Saunagang den Flüssigkeitsverlust ausgleichen, am besten mit mineralstoffreichem Wasser oder isotonischen Getränken. Nieren- und Harnsteinpatientinnen und -patienten können auch zwischen den Saunagängen trinken.

Foto: Erdmann Sauna & Spa GmbH

30.09.2021 Artikel-ID: 95812