Diese Dinge können Sie im Herbst und Winter auf Mallorca erleben

Außerhalb der Hochsaison nach Mallorca zu fahren, hat einige Vorteile - denn die Insel hält neben diversen Sehenswürdigkeiten auch einzigartige Naturspektakel bereit. 

Der Sommer ist zwar vorbei, aber in Teilen Spaniens ist es immer noch angenehm warm. Mit mehr als 3.000 Sonnenstunden pro Jahr gilt Mallorca als einer der sonnigsten Orte in Europa. Bei herrlichen Mittelmeertemperaturen hält die Baleareninsel bis Mitte Oktober am Sommer fest. Selbst das Meer ist mit durchschnittlich 22 Grad Celsius noch warm genug zum Baden, während die angenehm menschenleeren Strände zum Sonnenbaden und Wassersport einladen.

Außerdem gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren in der Tramuntana, charmante Dorfmärkte, die man auf dem Land erkunden kann, und jede Menge Kultur, die man im schönen Palma regelrecht aufsaugen möchte.

Die Mandelblüte auf Mallorca

Jeden Winter ist die malerische Baleareninsel Mallorca mit einer zarten Decke aus rosa, elfenbeinfarbenen und weißen Blumen bedeckt. Der "Schnee von Mallorca", wie ihn die Einheimischen nennen, verwandelt die Felder und Berge der Insel in ein atemberaubendes visuelles Spektakel, wenn die insgesamt vier Millionen Mandelbäume blühen.

Dieses einzigartige Naturphänomen tritt aufgrund der milden Mittelmeertemperaturen auf den Balearen überall auf der Insel auf, kann aber am besten in der zentralen Comarca Pla de Mallorca genossen werden. Auch im Osten der Insel, rund um die Gemeinden Manacor, Sant Llorenç des Cardassar und Son Servera gibt es etliche blühende Mandelbäume zu betrachten. 

Die Schönheit der Mandelfelder lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden - zusätzlich stehen zahlreiche lokale Touren zur Auswahl. Die Mandelbaum-Blütezeit auf Mallorca dauert von Ende Januar bis Mitte Februar.

Berühmte Attraktionen ohne Menschenmassen besuchen

Mallorca im Winter zu besuchen ist eine völlig andere Erfahrung als in der Sommerhochsaison. Mit weniger Touristen und einer noch entspannteren Stimmung ist das Land in dieser Jahreszeit am authentischsten und gastfreundlichsten. Weniger Menschenmassen führen auch zu einfacheren Besichtigungen und kürzeren Warteschlangen an berühmten Sehenswürdigkeiten. 

Die Kathedrale von Palma de Mallorca

Die Kathedrale der Heiligen Maria, allgemein bekannt als La Seu, ist eine beeindruckende römisch-katholische Basilika, die 1229 auf den Ruinen einer ehemaligen arabischen Moschee errichtet wurde - und sicherlich den Höhepunkt der mallorquinischen Architektur darstellt. Sie ist das wichtigste religiöse Bauwerk in Palma de Mallorca und eine der schönsten historischen und künstlerischen Attraktionen der Stadt.

Die fast 7.000 Quadratmeter große Kathedrale liegt in der Altstadt von Palma und dominiert die Küstenlinie Palmas. Obwohl sie vor allem durch ihr spektakuläres katalanisch-gotisches Aussehen auffällt, zeigt das Gebäude fast alle Architekturstile vom 13. bis zum 16. Jhd.

Zu den Höhepunkten der Kathedrale Santa Maria von Palma gehören die erstaunlichen Fensterrosen, durch die das Licht ins Innere fällt und sich in unzählige Farbtöne zerstreut, der imposante Glockenturm, das Mirada-Portal, der beeindruckende Chorbereich und der Altar, der unter einem massiven schmiedeeisernen Baldachin liegt, der vom berühmten katalanischen Architekten Antoni Gaudi zur Darstellung der Dornenkrone entworfen wurde.

Mit seinen architektonischen Details, den prachtvollen spartanischen Dekorationen und den Ständen aus der Renaissance ist dieses Meisterwerk aus Sandstein innen wie außen gleichermaßen erstaunlich. 

Cuevas del Drach

Eine der bekanntesten und spektakulärsten Naturattraktionen Mallorcas, Cuevas del Drach, befindet sich an der Ostküste der Insel, in der Nähe des Ferienortes Porto Cristo. Die Stätte erstreckt sich über fast 1.200 Meter und besteht aus einem Netz von vier Kalksteinhöhlen: Die Schwarze Höhle, die Weiße Höhle, die Höhle von Luis Salvador und die Höhle der Franzosen.

Diese unterirdischen Höhlen befinden sich auf einem Gelände, das auf das Miozän zurückgeht, und sind durch Wege und Leitern miteinander verbunden, sodass die Besucher die Möglichkeit haben, zu wandern und jedes Detail selbst zu erkunden.

Zu dem großartigen visuellen Spektakel kommen die außergewöhnlichen Stalaktiten- und Stalagmitenformationen hinzu, die die Wände und Decken der Höhlen schmücken. Alles scheint in schimmerndes Licht getaucht zu sein, was dem katalanischen Architekten und Ingenieur Carles Buigas zu verdanken ist, der den elektrischen Beleuchtungsplan entworfen hat.

Ebenfalls im Inneren der Cuevas del Drach befindet sich der malerische Lago Martel - ein 170 m langer unterirdischer See, der 1986 von Édouard-Alfred Martel, dem "Vater der modernen Höhlenforschung", entdeckt wurde. Dies ist der größte unterirdische See in Europa und einer der größten der Welt. Zum Abschluss eines jeden Besuchs wird ein schwimmendes Konzert mit klassischer Musik auf dem Martel-See gegeben.

21.10.2020 Artikel-ID: 91763