Interview mit Susanne Grieme und Janine Barske

"Ich bin zuvor immer arbeiten gegangen, um Geld zu verdienen – jetzt liebe ich das, was ich tue!"

Das erzählt uns Janine Barske, die gemeinsam mit Ihrer Mutter Susanne Grieme den Standort Bargteheide/Ratzeburg von DAHLER & COMPANY führt. Wir treffen Susanne Grieme, Janine Barske und Katahrina Barske in ihrem Büro in Tremsbüttel.

Frau Grieme entschied sich vor drei Jahren für eine Lizenzpartnerschaft bei DAHLER & COMPANY

Frau Grieme, inzwischen sind Sie seit über drei Jahren bei DAHLER & COMPANY und leiten erfolgreich den Standort Bargteheide/Ratzeburg. Wie war Ihr beruflicher Werdegang, bevor Sie zu DAHLER & COMPANY wechselten? 

Fr. Grieme: Ich habe die Immobilienwelt schon als Kind wahrgenommen und bin direkt nach meiner Ausbildung als Bankkauffrau mit in das familiengeführte Bauunternehmen eingestiegen. Später habe ich zusätzliche Erfahrungen als leitende Angestellte bei einem Finanzdienstleister mit Schwerpunkt Immobilienhandel sammeln können. Zudem erwarb ich eigene Wohnimmobilien, die ich verwaltete und auch wiederverkaufte. Seit rund 40 Jahren bestimmen Immobilien mein Leben.

Frau Barske, was haben Sie vorher gemacht? Gab es bei Ihnen schon immer eine Leidenschaft für Immobilien?

Frau Barske unterstützte Ihre Mutter von Anfang an und stieg mit in das Geschäft ein.

Fr. Barske: Als ausgebildete Fachwirtin war ich im Gesundheitswesen tätig, bin durch den Familienbetrieb aber auch mit Immobilien aufgewachsen – alle Themen waren mir schon immer sehr vertraut. Nachdem meine Mutter bei DAHLER & COMPANY das Lizenzgebiet in Schleswig-Holstein übernahm, hat es mir sehr viel Freude bereitet, den neuen Standort mit aufzubauen. Mein eigener Beruf geriet mit der Zeit zunehmend in den Hintergrund. Schnell traf ich meine Entscheidung, hier als gleichberechtigter Partner mit einzusteigen. Diesen Schritt bereue ich seitdem nicht eine Sekunde. Ich bin zuvor immer arbeiten gegangen, um Geld zu verdienen – jetzt liebe ich das, was ich tue! Beim Kontakt zu meinen Kunden geht mir das Herz auf. So ein Glücksgefühl, das sich über Jahre hält, kannte ich vorher bei der Arbeit nicht. Sogar meine 15-jährige Tochter zeigt schon großes Interesse und verbringt gern Zeit in unserem Büro. Besser kann man Familie und Beruf nicht vereinbaren.

Frau Grieme, Sie konnten zuvor bereits Erfahrungen bei einem unserer Partner im Alstertal sammeln und absolvierten im Anschluss bei uns eine Franchise-Schulung. Inwieweit hat Ihnen das bei der Eröffnung einer eigenen Repräsentanz geholfen?

Fr. Grieme: Es hat viel Spaß gemacht, mit den Kollegen in dem Immobilienshop zu arbeiten. Wir haben uns gut ergänzt und von der gegenseitigen Erfahrung geschöpft. In den DAHLER & COMPANY Seminaren wurde ich dann sehr inspiriert, mit einem eigenen Standort selbst noch aktiver zu werden. Ich spürte einen inneren Motor und der Reiz war ganz deutlich, denn das ganze Konzept hat mich enorm überzeugt. Mit Begeisterung stellte ich fest, dass im Kreis Stormarn, meiner Heimat, das Lizenzgebiet noch nicht belegt war. Kurze Zeit später saß ich schon in der Unternehmenszentrale und habe alles zügig auf den Weg gebracht.

Frau Grieme, gab es besondere Punkte, die Ihnen bei DAHLER & COMPANY ins Auge gefallen sind und für das Unternehmen sprachen? 

Frau Grieme: Ich fühlte mich gleich sehr gut beraten und betreut, alles machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Auch von anderen Lizenzpartnern hörte ich nur Gutes. Das familiäre Zusammenarbeiten und die Vernetzung untereinander hat mich besonders angesprochen.

Frau Grieme, mit dem Einstieg als Lizenzpartnerin haben Sie sich gleichzeitig für ein Franchisesystem entschieden. Was waren für Sie die ausschlaggebenden Argumente?

Frau Grieme: Es gab ehrlich gesagt nur die Option des Franchisesystems für mich, denn in die Position eines Einzelkämpfers wollte ich als teamorientierter Mensch definitiv nicht kommen. Es hätte mich frustriert, mir Gedanken über Marketing machen zu müssen, z. B. so etwas wie Logo, Firmenfarben und Schrift – genau das wollte ich nicht. Bei DAHLER & COMPANY bekomme ich per Knopfdruck alle Materialien, die ich brauche – von der Visitenkarte über Schilder und Exposés bis hin zur ganzen Werbekampagne. Gerade weil ich mich an einer gut funktionierenden Corporate Identity bedienen konnte, reizte mich das auch.

Welche Rolle spielt grundsätzlich der Austausch mit den anderen Partnern im Joballtag? 

Wir haben einen positiven Austausch untereinander und empfinden das Netzwerk als große Bereicherung. Das ist auch das Schöne an DAHLER & COMPANY: Wir können selbst entscheiden, inwieweit wir uns mit den Lizenzpartnern austauschen möchten. Das Angebot des Franchisegebers ist sehr umfassend und lässt sich individuell für jeden Standort nutzen. Wir suchen uns die Highlights raus, die für unsere Region passen.

Auf Besichtigungsterminen sind Mutter und Tochter ein eingespieltes Team.

Was macht für Sie den Beruf einer Maklerin aus? Was treibt sie jeden Morgen aufs Neue an?

Fr. Barske: In erster Linie die Abwechslung und ich sage immer: Wir wollen am Ende alle Parteien glücklich wissen. Der Kontakt zum Bauamt, der Kontakt zu den Eigentümern, der Kontakt zu den Interessenten, nachher zu den Notaren – bei uns ist kein Tag wie der andere. Das schönste Gefühl ist einfach, wenn die Eigentümer am Ende ihren neuen Zielen nachgehen können und ein toller Kaufpreis und gute Vermarktungszeit umgesetzt werden konnten. Genau so schön ist es aber auch, am Haus vorbeizufahren und die glücklichen Käufer am Gartenzaun stehen zu sehen, die sich über ihr schönes neues Zuhause freuen.

Fr. Grieme: Es zeigt sich auch, wie unterschiedlich der Maklerberuf sein kann – ich stelle immer wieder den Unterschied zur Großstadt fest. Häufig gibt es bei Ämtern und Behörden zum Beispiel immer wieder andere Ansprechpartner. Das macht es schwieriger, eine Beziehung zueinander aufzubauen. Ähnliches gilt für Notare. In unserer ländlichen Region kennt man sich im Laufe der Zeit sehr gut. Das betrifft auch die Verkäufer und Käufer. Sie möchten wissen, wer danach hier wohnt, denn es besteht trotz Verkauf eine emotionale Bindung zum Gebäude. Wir haben das sehr selten, dass sich Eigentümer und Käufer erst beim Notartermin kennenlernen.

Welche Tätigkeiten bringen Ihnen am meisten Freude?

Für uns zählt am Ende immer das Ergebnis – wie ein ganzer Kuchen, den wir am Ende mit einer schönen Schleife übergeben möchten. Wir lieben und leben beide den Perfektionismus und freuen uns, wenn wir am Ende des Tages alles perfekt und strukturiert umgesetzt und das Unmögliche möglich gemacht haben. Von der Beschaffung aller Objektunterlagen bis zum Vertragsabschluss und After Sales gibt es nichts, das wir nicht gerne tun.

Gemeinsam leiten Janine Barske, Katharina Barske und Susanne Grieme (v.l.n.r.) das Familienunternehmen.

Ihre Tochter ist quasi von Beginn an mit ins Unternehmen eingestiegen und leitet zusammen mit Ihnen das Geschäft. Frau Grieme, wie ist es für Sie, so eng mit Ihrer Tochter zusammenzuarbeiten? War die enge Zusammenarbeit innerhalb der Familie schon immer entscheidend?

Fr. Grieme: Es besteht ein 100%iges Vertrauensverhältnis, wir sind Partner mit dem gleichen Interesse ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Zudem ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass es einen Nachfolger gibt, wenn ich einmal kürzertreten möchte oder mich später aus Altersgründen ganz aus dem Unternehmen zurückziehe. Seit kurzem ist auch Katharina Barske als Assistenz der Geschäftsführung mit an Bord. Unser Familienunternehmen steht immer für einen starken Zusammenhalt und ein enges Miteinander.

Wie teilen Sie sich im Alltag auf? Gibt es unterschiedliche Schwerpunkte / Kernkompetenzen?

Das Schöne ist, dass jeder instinktiv seiner Neigung folgt. Sei es nun die Buchhaltung oder der Social Mediaauftritt. Wir sprechen uns bei allem ab und jeder weiß im Grunde auch über alles Bescheid.

Bei regelmäßigen Besprechungen tauscht sich das Team über aktuelle und bevorstehende Termine aus.

Frau Barske, mit einem Familienmitglied so eng zusammenzuarbeiten, ist sicherlich nicht alltäglich. Wie ist es für Sie, mit Ihrer Mutter zusammenzuarbeiten?

Fr. Barske: Für mich gibt es seitdem keinen Unterschied mehr zwischen Arbeit und Freizeit, denn ich lebe mit meinem Beruf eine Leidenschaft aus, die ich mit meiner Mutter teile. Wir sind im täglichen Austausch beruflich wie privat miteinander. Durch mein Aufwachsen in einem Familienunternehmen, bin ich automatisch von der gleichen Arbeitsweise geprägt. Fleiß und Vertrauen sind für mich selbstverständlich, wir teilen ein Höchstmaß an Anspruch und Qualität. Es gibt zwischen uns keine Konkurrenz.

Durch Ihre Zusammenarbeit erhalten Ihre Kunden auch einen kleinen Einblick in Ihr Privatleben. Wie reagieren die Kunden auf Sie als Team?

Unsere Kunden reagieren überaus positiv. Diese vertrauensvolle familiäre Zusammenarbeit passt genau in unsere ländliche Region, wo auch noch viel generationsübergreifend und in Familienbetrieben gewohnt, gelebt und gearbeitet wird.

Bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee oder Tee startet das Trio in den Tag.

Vervollständigen Sie folgenden Satz: morgens, wenn ich mit der Arbeit anfange, beginne ich mit…

Da sind wir uns sehr einig: Mit dem Kaffee- oder Teebecher in der Hand, bevor die offizielle Erreichbarkeit des Standorts losgeht, tauschen wir uns aus was den Tag anliegt, checken E-Mails und priorisieren den Tagesablauf. Genauso geht es abends auch über den Feierabend hinaus, wenn beispielsweise entferntere Besichtigungen stattfinden oder noch Vorbereitungen für den Folgetag anstehen - da sind wir ganz flexibel.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag allgemein aus?

Von Arbeitsalltag kann man bei uns gar nicht sprechen, am Ende sieht jeder Tag anders aus. Unsere Kunden sind es gewohnt, dass wir zu ihnen kommen und vor Ort, im vertrauten Umfeld, alles in Ruhe besprechen. Natürlich haben wir auch unsere festen Bürozeiten und Aufgaben. Wir sitzen uns gegenüber, um den Informationsfluss automatisch am Laufen zu halten. Flexibilität und Spontanität bestimmen jedoch unseren Alltag. Diese abwechslungsreiche Arbeit macht es für uns so interessant.

Über besondere Immobilien unterhalten sich die beiden gern und erinnern sich an schöne Momente zurück.

Als Hamburger Unternehmen ist DAHLER & COMPANY traditionell stark in Norddeutschland vertreten. Was verbindet Sie beide mit dem südlichen Schleswig-Holstein?

Die Region zwischen Hamburg und der Ostseeküste ist uns sehr vertraut, hier sind wir aufgewachsen, das ist unsere Heimat. Besonders der Kreis Stormarn, mit der guten Anbindung an die Großstädte, erfüllt unsere Bedürfnisse. Wir sind innerhalb von 30 Minuten entweder am Meer oder in Hamburg oder Lübeck.

Was macht die Region als Wohnstandort für Sie besonders? Wie hat sich der hiesige Markt entwickelt und was können wir für die nächsten Jahre erwarten?

In dieser landschaftlich schönen Region zwischen den Großstädten in der Nähe der Ostseeküste lebt es sich in entschleunigter Atmosphäre deutlich entspannter als in der Großstadt. Wir haben hauptsächlich Hamburger Kunden, die inzwischen raus aus der Stadt in ländliche Regionen wollen. Hier bekommt man für sein Geld deutlich mehr Wohnkomfort, die Infrastruktur und Anbindung an den HVV und die Autobahn ist in den meisten Orten hervorragend, man muss auf nichts verzichten. Wir bemerken aufgrund der hohen Nachfrage eine entsprechende Preissteigerung, ganz besonders in den Randgebieten der Städte. Die solventen Käufer kommen aus allen Altersgruppen, überwiegend Familien und junge Senioren.

Die Weite spiegelt eines der Vorzüge des Gebietes wieder.

Vor einigen Monaten haben Sie selbst zusammen eine Immobilie erworben, in der Sie Wohnen und Arbeiten miteinander kombinieren können. Wie würden sie die Vor- und Nachteile beschreiben, die so ein Schritt mit sich bringen kann? Und ist das ein Modell, das künftig eine größere Rolle spielen könnte?

Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Frau Grieme und Frau Barkse kauften sich Ihre Traumimmobilie im vergangenem Jahr.

Wir sind glücklich in der „Schlossgemeinde“ Tremsbüttel angekommen, mitten in unserem Gebiet sind die Wege zu unseren Kunden nun deutlich kürzer – das spart viel Zeit im Alltag. Wir haben eine Immobilie mit drei abgeschlossenen Einheiten gefunden, quasi für jede Familie ein Haus mit Garten und die separaten Büroflächen. Für uns das perfekte Modell, um eine gute Balance zwischen Nähe und Abstand im Arbeits- und Privatleben herzustellen. Wir verbringen gerne Zeit mit der großen Familie, nutzen die vielen Vorzüge und niemand ist böse, wenn sich eine Partei zurückzieht und seine Tür zu macht. Dafür bestehen ausreichend Raum und Möglichkeiten.

Abschließend noch etwas Persönliches: Wie sieht eigentlich Ihre Traumimmobilie aus? Wie nah ist Ihr kürzlich erworbenes Objekt an dieser Traumvorstellung dran?

Tremsbüttel ist ein sehr schöner Ort im Kreis Stormarn bei Bargteheide. Unser neues Zuhause gefällt uns gut, die Lage und die gute Anbindung an die Autobahn sind perfekt. Für uns sind die wichtigsten Punkte erfüllt. Absolute Perfektion wäre zudem noch ein Weitblick in die Natur. Alles kann man nicht haben. Genau das sagen wir auch immer unseren Kunden: Beim Erwerb einer Immobilie bleibt manchmal ein kleiner Wunsch offen.

Vielen Dank für das Interview!

24.09.2020 Artikel-ID: 91516